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Umwelt+Natur

24 geklonte Kühe zeigen: Defekte durch Klonierung sind nicht zwangsläufig

24 geklonte Holsteiner-Kühe sind für ein US- Forscherteam der Beweis, dass auch Klon-Rinder kräftig, gesund und völlig normal sein können. Mit zahlreichen Daten widersprechen Robert Lanza vom Biotech-Unternehmen „Advanced Cell Technology“ (Worcester / US-Staat Massachusetts) und Kollegen der vorherrschenden Meinung, dass geklonte Tiere nur in seltenen Fällen gesund sind. Ihre Studie soll in der kommenden Woche im US-Fachjournal „Science“ erscheinen, das den Artikel bereits vorab in Washington vorstellte.

Die 24 geklonten Holsteiner-Rinder seien inzwischen ein bis vier Jahre alt und ließen keinerlei genetische Mängel, Krankheiten oder Schwächen ihres Immunsystems erkennen, berichten die Forscher. Auch im Verhalten seien sie in keiner Weise von normal gezeugten Kühe zu unterscheiden. Die Klone seien in der für Kühe üblichen Zeit herangereift, mit zehn bis zwölf Monaten geschlechtsreif geworden und hätten meist nach der ersten Befruchtung normale Kälber zur Welt gebracht. Die Blut- und Urinuntersuchung zeige im Wesentlichen unauffällige Werte.

Allerdings waren dem US-Team zufolge insgesamt 496 Versuche nötig, um die 24 geklonten Kühe zu erzeugen. Insgesamt wurden 247 hormonell behandelten Kühen 496 so genannte Blastozysten einpflanzten, wenige Tage alte Embryonen. Bei 110 Kühen (45 Prozent) wurde nach 35 bis 40 Tagen durch Ultraschall eine Schwangerschaft festgestellt. Nur 30 trächtige Kühe trugen jedoch ihr Kalb aus. Die anderen 80 verloren den geklonten Nachwuchs. Die Verlustrate betrug damit 73 Prozent. Bei anderer künstlicher Befruchtung liegt sie Lanza und Kollegen zufolge üblicherweise bei 7 bis 24 Prozent. Nach der Geburt starben schließlich noch 6 der 30 Klon-Kälber, die meisten an einer Schwäche des Kreislaufs und der Lunge.

dpa
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