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80 gentechnisch hergestellte Arzneimittel in Deutschland zugelassen

In Deutschland sind zurzeit 80 gentechnisch hergestellte Medikamente mit 60 verschiedenen Wirkstoffen zugelassen. Das teilte der Sprecher des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), Marc Rath, am Mittwoch in Berlin der Deutschen Presse-Agentur mit. Demnach habe sich die Anzahl von 32 im Jahr 1996 mehr als verdoppelt. 1998 waren es 48, im Jahr 2000 dann 68 Präparate. Sie werden größtenteils von gentechnisch veränderten Mikroorganismen oder Zellkulturen produziert, denen dafür zusätzliche Erbanlagen eingesetzt werden.

Der VFA wies zugleich darauf hin, dass künftig kein Medikament mehr auf den Markt kommen werde, an dessen Entwicklung die molekulare Biotechnologie nicht beteiligt war. Das erste Präparat war 1986 das gentechnisch hergestellte Hormon Insulin für Diabetiker. Zuletzt wurde im Mai 2001 in Europa und damit in Deutschland das „Osteogene Protein 1“ zugelassen, das bei schlecht heilenden Brüchen des Schienbeins die Neubildung von Knochengewebe anregt. Mit 25 Prozent sind die Mehrzahl der Medikamente gegen Infektionen gerichtet, gefolgt von Krebs (15 Prozent) und Hormonstörungen (12,5 Prozent).

Im VFA haben sich 39 Arzneimittelhersteller zusammengeschlossen. Gemeinsam mit ihren mehr als 60 Tochter- und Schwesterfirmen beschäftigen sie in Deutschland mehr als 76 000 Mitarbeiter und repräsentieren so mehr als zwei Drittel des deutschen Arzneimittelmarktes.

dpa
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