Ärzte können drohendem Schlaganfall mit minimalem Eingriff vorbeugen - wissenschaft.de
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Ärzte können drohendem Schlaganfall mit minimalem Eingriff vorbeugen

Drohende Schlaganfälle können mit feinen Spiralen behandelt werden, die gefährdete Stellen der Blutgefäße des Gehirns von innen stärken sollen. Das Einsetzen dieser Spiralen mit Hilfe eines Katheters ist wahrscheinlich die in Zukunft favorisierte Behandlungsform. Dennoch sollte diese Methode nur an großen Zentren mit viel Erfahrung auf diesem Gebiet durchgeführt werden, warnten amerikanische Ärzte der Emory-Universitätsklinik in Atlanta heute (19. Juni) auf einem Treffen der Nordamerikanischen Radiologischen Gesellschaft.

Etwa zwei bis fünf Prozent der Bevölkerung in den westlichen Ländern besitzen ein meist erblich bedingtes Aneurysma, eine Schwachstelle in den Blutbahnen des Gehirns. Es kann sich ausdehnen und dabei benachbartes Hirngewebe schädigen. Platzt ein Aneurysma kommt es meist zu einer lebensgefährlichen Hirnblutung, an der jeder zweite Betroffene schließlich stirbt. Mit Hilfe bildgebender Verfahren können viele Aneurysmen heute frühzeitig erkannt werden. Bis vor ein paar Jahren standen zur Behandlung allerdings nur offene Operationen am Gehirn zur Verfügung, gefolgt von einer oft mehrwöchigen Erholungsphase.

Das hat sich geändert, seit mit Hilfe eines Katheters Spiralen zur Stärkung der Gefäße durch die Blutbahnen an die betroffenen Stellen geschoben werden können. Nach einem derartigen Eingriff können die Patienten oft schon zwei Tage später wieder ihr normales Leben führen. Auch die langfristigen Aussichten auf eine beschwerdefreie Zeit seien nach einem solchem minimal-invasiven Eingriff deutlich besser, erklärten die Mediziner.

Trotzdem ist die Behandlung nicht ungefährlich und viele Ärzte kennen sich mit dem Verfahren nicht aus. Daher sollten Patienten entsprechende Eingriffe nur von gut geschultem Personal durchführen lassen, das es fast ausschließlich nur an großen Kliniken gibt.

ddp/bdw – Andreas Wawrzinek
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