Ungewöhnliche Austellung in München. "Affen als Kunstrichter" - wissenschaft.de
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Ungewöhnliche Austellung in München.

„Affen als Kunstrichter“

So hat Gabriel von Max (1840-1915) sein heute wohl bekanntestes Werk betitelt. Dem brillanten Maler mit der ausgefeilten Technik und den ungewöhnlichen Sujets ist noch bis zum 30. Januar 2011 eine große Ausstellung in München gewidmet. Von Max war als Künstler, Spiritist und Darwinist eine außerordentliche Gestalt. Sein zentrales Interesse galt der Entwicklungsgeschichte des Menschen, dessen Ursprung, Wesen und Weiterleben. Die Ausstellung in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München strebt erstmalig eine spektakuläre

Zu Studienzwecken beherbergte der Künstler bis zu 14 Affen in seinem Haus, seine naturwissenschaftliche Sammlung, die er in jahrzehntelanger Arbeit zusammentrug umfasst mehr als 60000 Objekte, vom Schimpansen-Schädel bis zur Buschtrommel.

Historien- und Figurenbilder mit christlichen, literarischen und mythologischen Motiven trugen ihm große Bewunderung als „Seelenmaler“ ein, der sich vor allem Stoffen widmete, die um Liebe, Religion, Tod und Jenseits kreisen. Zu aktuellen wissenschaftlichen Themen wie Medizin, Vivisektion und darwinistische Evolutionstheorie entwickelte Max eine neue Bildsprache. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts konzentrierte er sich zunehmend auf seine wissenschaftlichen Interessen und auf die Serie von Affenbildern, mit denen er große Erfolge feierte.

In Max‘ Malerei, Forschungs- und Sammeltätigkeit spiegeln sich Kunst, Kultur und Wissenschaft der Zeit in enzyklopädischer Weise. Die Ausstellung gibt somit nicht nur Auskunft über einen außergewöhnlichen Künstler und Forscher, sondern erlaubt zugleich eine visuelle Begegnung mit verschiedensten Aspekten des 19. Jahrhunderts.

Mehr Informationen zur Ausstellung unter www.muenchen.de/lenbachhaus

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