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Umwelt+Natur

Alle Ulmen führen nach Rom

Die Englische Ulme stammt von einer Ulme ab, die Römer vor 2.000 Jahren auf die Insel gebracht haben. Ihre Abkömmlinge blieben über all die Jahre unverändert, da diese Art der Ulme sich nur ungeschlechtlich fortpflanzt und keine Samen bildet. Das haben Luis Gil von der Ciudad-Universität in Madrid und seine Kollegen herausgefunden. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nature (Nr. 431, 28. Oktober, S.1053).

Die Wissenschaftler untersuchten die genetische Variabilität der beiden aus Spanien stammenden Ulmenarten, der Feldulme und der Bergulme, und von Ulmen aus Spanien, Frankreich, Griechenland, Italien und Großbritannien. Die größte genetische Ähnlichkeit bestand zwischen dem britischen Klon und den Ulmen aus der Region Latium in Italien, fanden die Forscher heraus. Von dort brachten die Römer Ulmen nach Spanien, von wo aus ein Klon schließlich nach England gelangte.

Die Ergebnisse unterstützen die Theorie, dass Römer die Ulme nach England brachten. Die von Römern verwendete Ulmenart wurde damals für den Weinbau verwendet. Die Bäume dienten den Weinreben als Kletterstütze. Ihre ungeschlechtliche Vermehrung über Sprossung war hier von großem Nutzen, da keine ungehinderte Vermehrung den Weinanbau störte.

ddp/bdw ? Anke Biester
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