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Amerikanische Chirurgen operierten Polarforscher über Televerbindung

Die gerissene Sehne im Knie eines Polarforschers haben amerikanische Fachärzte vom Klinikum Boston mit Hilfe von Telemedizin wieder angenäht. Der Forscher hatte sich den Riß während eines Sturzes in der antarktischen Amundsen-Scott-Station zugezogen. Da dort gerade polarer Winter herrscht, konnte der Patient nicht mit dem Flugzeug evakuiert werden. Der Mediziner vor Ort und ein Gremium von Ärzten in den USA entschloßen sich daraufhin für einen aus der Ferne angeleiteten Eingriff. Über die gelungene Operation berichtete jetzt die amerikanische Nationale Wissenschafts-Stiftung.

Der Patient, der Meteorologe Dar Gibson, beginnt derzeit mit einer Physiotherapie, die ihm seine volle Bewegungsfähigkeit zurückgeben soll. Die Operation dürfte in die Geschichte der Medizin als der erste erfolgreiche Ferneingriff für einen Patienten in einer abgelegenen Forschungsstation eingehen. Nach Vorstellungen der Nasa könnten eines Tages auch Menschen auf Weltraumstationen oder in Marskolonien ähnlich behandelt werden.

ddp/bdw – Andreas Wawrzinek
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