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Umwelt+Natur

Auch unter Krähen gibt es "Rechtshänder"

Rechts- oder Linkshändigkeit ist keine Eigenart von Menschen und ihrer nächsten Verwandten. Auch Krähen bevorzugen beim Bauen von Werkzeugen eine Körperseite, berichten neuseeländische Forscher im Fachmagazin „Nature“ (Bd. 414, S. 707).

Die Biologen um Gavin Hunt von der Universität Auckland beobachteten Krähen in Neukaledonien, die für die Insektenjagd Kiefernnadeln zuspitzten. Die Vögel reißen mit dem Schnabel auf beiden Seiten der Nadel Streifen weg. Dabei beginnen die meisten Krähen auf der linken Seite der Nadel, fanden die Forscher. Die Tiere müssen dazu den Kopf so schräg stellen, dass sie den Ablauf mit dem rechten Auge überwachen.

Diese „Rechtsäugigkeit“ und die Rechtshändigkeit des Menschen wurzeln wohl in einem grundlegenden Organisationsprinzip des Gehirns: Die linke Hirnhälte, die die rechte Körperseite kontrolliert, steuert komplexe Abläufe. Die Forscher vermuten deshalb, dass solche Einseitigkeit bei Tieren immer auftritt, wenn sie sich komplexe Arbeitsabläufe aneignen. Bislang gingen Forscher davon aus, dass sich die Händigkeit erst mit der Entwicklung der Sprache ausgebildet hatte. Außer beim Menschen wurde diese Eigenschaft bisher nur noch bei Menschenaffen beobachtet.

ddp/bdw – Marcel Falk
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