Aufblasbares Krabbenskelett - wissenschaft.de
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Umwelt+Natur

Aufblasbares Krabbenskelett

Die Landkrabbe Gecarcinus lateralis bläht sich nach einer Häutung auf. Damit bleiben sie stabil genug, bis ihr unter dem alten Panzer hervorgekommener neuer Panzer fest geworden ist. Das haben amerikanische Wissenschaftler herausgefunden. Ein solches hydrostatisches Skelett aus Gas und Wasser ist in der Tierwelt bisher einzigartig.

Krabben haben harte Hautpanzer, die sie während ihres Wachstums in regelmäßigen Abständen abwerfen und durch größere ersetzen müssen. Der neue Panzer wächst jeweils bereits unter dem alten heran, ist jedoch noch weich und flexibel. Nachdem die Krabben ihre alte Hülle abgeworfen haben, blähen sie sich auf und lassen so ihren neuen Panzer in etwas größerem Format fest werden. Es kann allerdings mehrere Tage dauern, bis der neue Panzer hart genug ist, um Muskelkräfte zu übertragen.

Den Druck für dieses hydrostatische Skelett erzeugen die Tiere mithilfe von komprimiertem Gas in ihrem Darm, fanden die Forscher um Jennifer Taylor heraus. Die Wissenschaftler bestimmten dazu bei noch weichen Tieren den Druck in Darm und Schere und zusätzlich die auf die Schere ausgeübte Kraft. Der Druck im Darm bestimmt sowohl den Druck in der Schere als auch diese Kraft, war das Ergebnis.

Das auf Gas basierende Ersatzskelett der Landkrabbe gehört zu einer neuen Kategorie von hydrostatischen Skeletten, erklären die Forscher. Die Verwendung von Gas anstelle von Wasser sei für erste landbewohnende Krustentiere entscheidend gewesen.

Jennifer Taylor ( Universität von North Carolina, Chapel Hill) et al.: Nature, Bd. 440, S. 1005 ddp/wissenschaft.de ? Andrea Boller
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