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Augenbewegungen sollen psychische Krankheiten verraten

Kleine Anomalien in der Augenbewegung können Anzeichen für psychische Krankheiten sein. Amerikanische Wissenschaftler wollen auf der Basis dieser Abweichungen einen Test zur frühen Diagnose geistiger Störungen wie Schizophrenie, bipolarer Störung, Autismus oder Depression entwickeln. Der Test soll außerdem die Effizienz der Behandlung überwachen, berichtet die Universität von Illinois

Eine fehlerhafte Augenkontrolle kann entstehen, wenn es in einer dafür kritischen Entwicklungsperiode des Gehirns im Alter von 8 bis 15 Jahren zu Störungen kommt. Dabei können auch psychische Krankheiten eine Rolle spielen, die in dieser Zeit den Reifungsprozess des Gehirns beeinflussen. Somit wollen die Forscher um John Sweeney vom Zentrum für Kognitive Medizin der Universität von Illinois psychische Krankheiten über das Lösen verschiedener visueller Aufgaben nun nach außen hin sichtbar machen.

In dem Test sitzen die Teilnehmer mit Infrarotbrillen 90 Minuten lang in einem dunklen Raum. Während die Patienten beispielsweise einen umherspringenden Lichtpunkt fixieren oder seinen langsamen Bewegungen folgen, misst ein mit den Brillen verbundener Computer präzise die kleinsten Augenbewegungen. Außerdem bestimmen die Wissenschaftler mit einem Magnetresonanzscanner in einem ähnlichen Versuch, welche Gehirnregion für welche Augenbewegung verantwortlich ist.

Mithilfe seines Tests hofft Sweeney, in Zukunft Risikopatienten frühzeitig erkennen zu können. So wäre es vielleicht möglich, auch den Ausbruch der Krankheit bei manchen Betroffenen zu verhindern.

ddp/bdw ? Christine Harbig
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