bdw an Bord: Zwei Berge und ein Blitz - wissenschaft.de
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Umwelt+Natur

bdw an Bord: Zwei Berge und ein Blitz

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Die Maria S. Merian. Foto: Thomas Willke
Donnerstag 5.4.2012 Position: 24°37,49? N 079°20,78? W (um 12.00 Uhr Bordzeit = MESZ -6 Stunden) Kurs: DP-Mode: Auto-Positioning Etmal (die in 24 Stunden zurückgelegte Strecke): 56 Seemeilen Durchschnittsgeschwindigkeit: 2,3 Knoten Wetterbericht, 12.00 Uhr: Luftdruck: 1.013 hPa Wind: Südost 3 Beaufort Lufttemperatur: 23°C Wassertemperatur: 26,4°C Höhe der Dünung: 2 Meter Der Tag begann mit Regen, schönem, warmen Regen, dann ein Gewitter und mit ihm ein Blitz, der direkt neben der Merian einschlug, gefolgt von einem heißen, sonnigen Nachmittag. Das Forschungsschiff blieb heute in der angestammten Region. Das ROV wanderte über zwei Berge, deren Gipfel unter 640 Meter Wassertiefe lagen. ?Eigentlich war es eine langweilige Tour?, sagt Fahrtleiter Dierk Hebbeln. ?Wir haben überall nur tote Korallen gefunden, auch oben auf den Spitzen. Wissenschaftlich ist dieser Befund aber sehr interessant, denn früher scheint es hier offensichtlich gute Lebensbedingungen für Korallen gegeben zu haben. Und in Yucatan waren die Spitzen mit lebenden Korallen bedeckt, auch die von tiefliegenden Bergen. Hier ist also irgendetwas anders. Und das wollen wir rausfinden.? Die Forscher holten vom Meeresboden Proben mit dem Kastengreifer und dem Schwerelot nach oben, um daran die Lebensbedingungen heute und in früheren Zeiten zu untersuchen. Heute Nacht wird auf der Merian wieder ?Jojo? gefahren, um über einen kompletten Tidenzyklus die chemischen und physikalischen Eigenschaften des Meeres am Mount Gay zu untersuchen ? einem unterseeischen Berg, an dem auch heute noch Kaltwasserkorallen leben. Matrose Norbert Kreft dirigiert den Kran, mit dem das ROV aus dem Wasser gehoben wird; neben ihm Bootsmann Norbert Bosselmann Foto: Thomas Willke Das Schwerelot und die Greifer werden vom Windenleitstand oben über dem Arbeitsdeck gefahren. Heute am ?Steuer?: Matrose Tobias Siefken. Foto: Thomas Willke Was haben wir alles entdeckt? Fahrtleiter Dierk Hebbeln überarbeitet seine Notizen inmitten von fossilen Korallen. Foto: Thomas Willke Thomas Willke, Korrespondent von bild der wissenschaft, von Bord der Maria S. Merian Das vollständige Logbuch finden Sie hier 15. März: „Startschwierigkeiten“ 16. März: Kein Visum ? keine Forschungsreise 17. März: Ruhe vor dem Strum 18. März: Von Unterwasserrobotern und Korallen 19. März: Jagd nach Aerosolen 20. März: Achtung, Rutschgefahr! 21. März: Endlich im Arbeitsgebiet 22. März: Daten sammeln auf rauer See 23. bis 25. März: Reiche Ausbeute vor Yucatan 26. März: Vielfältige Unterwasserwelt vor Florida 27. März: Tückischer Sand 28. März: Den Meeresboden durchleuchten 29. März: Oasen in der Wüste 30. März: Ein Freund für den ROV 31. März: Bahamas voraus 01. April: Im Golfstrom 02. April: Die erste Banane 03. April: Der Korallenfriedhof 04. April: Mount Gay 05. April: Zwei Berge und ein Blitz 06. April: Nordwärts 07. April: Abschied Mehr über die Forschungsexpedition der Maria S. Merian erfahren Sie unter www.marum.de .
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