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Behandlung hyperaktiver Kinder senkt das spätere Drogenrisiko

Eine medikamentöse Behandlung von Kindern mit Aufmerksamkeitsstörungen und motorischer Hyperaktivität senkt das Risiko der Betroffenen, später nach Drogen zu greifen. Das ergab eine umfangreiche amerikanische Studie, in die auch Daten aus Deutschland eingeflossen sind. Die häufig geäußerte Befürchtung, dass die Medikamente das Drogenrisiko erhöhen, konnte ausgeräumt werden, schreiben die Forscher in der Januar-Ausgabe des Fachmagazins „Pediatrics“.

Die Harvard Mediziner um Timothy Wilens haben die Ergebnisse von sechs Studien mit insgesamt über Tausend teilnehmenden Kindern untersucht. Die Kinder litten unter der so genannten Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, die nach ihrem englischen Kürzel oft auch „ADHD“ genannt wird.

In der amerikanischen Kinderheilkunde ist „ADHD“ ein fester Begriff für eine Krankheit, von der angenommen wird, dass sie mit Veränderungen im Gehirn einher geht. In Europa wird ein betroffenes Kind dagegen oft als „Zappelphilipp“ bewertet und nicht behandelt.

Wird die Krankheit diagnostiziert, haben viele Eltern Bedenken gegen eine Behandlung mit Medikamenten. So wird etwa vermutet, dass die Tabletten das spätere Drogenrisiko steigern. Laut der aktuellen Studie sind es jedoch gerade die nicht behandelten Kinder, die später oft zu Drogen greifen. Die Frage, ob auch alternative Therapien ohne Medikamente für Kinder mit ADHD das Drogenrisiko senken, wurde in der aktuellen Studie nicht behandelt.

ddp/bdw – Andreas Wawrzinek
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