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Bei frühzeitiger Behandlung kann das Immunsystem HIV kontrollieren

Kleine Studie weckt Hoffnung. Wichtige Fragen noch offen

Wenn bei den ersten Anzeichen einer HIV-Infektion mit der Behandlung begonnen wird, kann das Immunsystem lernen, den Virus ohne Medikamente in Schach zu halten. Dies zeigt eine kleine Studie an der Harvard Medical School, bei der 8 HIV-Patienten unter der medizinischen Aufsicht von Dr. Bruce D. Walker und seinen Kollegen ihre Medikamente für zunächst 6 Monate abgesetzt hatten. Trotzdem fanden die Wissenschaftler nach einem halben Jahr im Blut von 5 der 8 Patienten keine Viren. Allerdings handelte es sich bei allen Patienten der Studie um HIV-Infizierte, die unmittelbar nach ihrer Ansteckung mit einer durchgreifenden „highly active antiretroviral therapy“ (HAART) begonnen hatten. Die frühzeitige medikamentöse Behandlung könnte das Immunsystem im rechten Moment unterstützt haben, glauben die Wissenschaftler.

Selten jedoch erkennen Patienten ihre Erkrankung schon bei den ersten grippe-ähnlichen Anzeichen, wie z.B. Fieber und Halsschmerzen. Es ist bisher auch unklar, ob das Immunsystem von Patienten, bei denen erst einige Wochen nach der Infektion mit der Behandlung begonnen wurde, ebenfalls den Kampf mit den Viren aufnehmen können. Außerdem weiß man bisher noch nicht, wie lange die HIV-Infizierten mit Medikamenten behandelt werden müssen, ehe sie abgesetzt werden können.

Trotz der offenen Fragen, zeigt die Studie, wie wichtig eine frühzeitige Erkennung einer HIV-Infektion ist. Die Ergebnisse der Studie der Harvard Medical School in Boston, Massachusetts, stehen in der neuen Ausgabe der Zeitschrift nature.

Melanie Heilmann

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