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Gesellschaft+Psychologie Umwelt+Natur

Botschaften aus dem Fernsehen erreichen schon einjährige Kinder

Bereits zwölf Monate alte Babys können im Fernsehen beobachtete Situationen erfassen und die Informationen sogar umsetzen. Das legen Untersuchungen amerikanischer Psychologen nahe. Zwei Monate vorher haben die Kinder diese Fähigkeit allerdings noch nicht entwickelt, berichten Donna Mumme und ihre Kollegen in der Fachzeitschrift „Child Development“ (Januar/Februarausgabe).

Die Forscher um Mumme von der Tufts-Universität untersuchten, ob und wie zehn und zwölf Monate alte Babys einer Schauspielerin im Fernsehen und dem, was sie tut, Beachtung schenken. Sie spielten den Kindern ein Videoband vor, auf dem die Frau mit bestimmten Objekten wie einem roten, spiralförmigen Zettelhalter oder einem blauen, herumrollenden Ball zu sehen ist. Mal reagierte sie neutral, mal positiv und mal negativ auf den Gegenstand. Die Kinder hatten dann die Gelegenheit, mit den selben Gegenständen zu spielen.

Schon mit zwölf Monaten konnten die Babys offensichtlich Entscheidungen treffen, die auf den emotionalen Reaktionen der Erwachsenen beruhten, fanden die Psychologen. War die im Fernsehen beobachtete Frau einem bestimmten Objekt positiv oder neutral begegnet, spielten die Kinder fröhlich damit. Doch Gegenstände, auf die die Schauspielerin negativ reagiert hatte, verschmähten sie und wählten stattdessen ein anderes Spielzeug. Bei den zwei Monate jüngeren Babys konnten die Forscher diese Transferleistung dagegen nicht beobachten.

ddp/bdw – Cornelia Pfaff
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