Cranberrys machen Darmviren den Garaus - wissenschaft.de
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Cranberrys machen Darmviren den Garaus

Saft aus Cranberrys kann nicht nur bei Harnwegsinfektionen, sondern ebenso effektiv gegen Darmviren helfen. Das legt eine Studie amerikanischer Forscher nahe. Eine Behandlung mit dem Saft aus den roten Beeren, die zu den Heidelbeeren gehören, hinderte die Erreger daran, sich an rote Blutkörperchen zu heften oder Wirtszellen zu infizieren.

Die Wissenschaftler um Patrice Cohen testeten die Wirkung des Safts der aus Nordamerika stammenden Cranberrys, auch Großfrüchtige Moosbeeren genannt, an Darmviren, die bei Affen und Ziegen vorkommen. Solche Viren dienen häufig als Modell für Erreger, die beim Menschen schwere Darminfektionen und Durchfälle verursachen. Diese Erkrankungen sind besonders in Entwicklungsländern ein Problem, da sie dort viele Kinder das Leben kosten.

In diesen Modellversuchen stellten die Forscher fest, dass in mit dem Saft behandelten Wirtszellen keine Viren nachzuweisen waren. „Unsere Studien deuten auf einen antiviralen Effekt des Saftes unter bestimmten Bedingungen hin“, erklärt Cohen. In weiteren Studien an menschlichen Patienten muss allerdings noch gezeigt werden, ob der Beerensaft auch bei schlichtem Verzehr einen Effekt gegen Darmviren und damit auch gegen durch diese Erreger hervorgerufenen Erkrankungen zeigt, so die Forscher.

Patrice Cohen et al. St. Francis College, Brooklyn:
Beitrag auf der Hauptversammlung der Amerikanischen Gesellschaft für Mikrobiologie, Atlanta

ddp/wissenschaft.de ? Cornelia Dick-Pfaff
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