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Ehemänner, die gebraucht werden, leben länger

Ehemänner, die nach der alten Rollenverteilung für ihre Frauen „der Fels in der Brandung“ sind, haben eine höhere Lebenserwartung. Benötigen sie selbst dagegen ihre Frauen als wesentliche emotionale Stütze, leben sie deutlich kürzer. Das haben Forscher um Roni Beth Tower von der Columbia-Universität in New York in einer Studie an 300 älteren Ehepaaren herausgefunden, über die das Fachjournal „Psychosomatic Medicine“ (Nr. 54, S. 644) berichtet.

Die Wissenschaftler hatten die amerikanischen Senioren nach dem emotionalen Bezug zu ihrem Partner und ihren äußeren Lebensumständen gefragt. Eine große emotionale Abhängigkeit von ihrer Ehefrau kann für Männer offenbar zu belastendem Stress führen ? unter anderem weil sie mit Sorge dem möglichen Tod ihrer Partnerin entgegenblicken, wie die Forscher vermuten. Steht der Ehemann dagegen mit beiden Beinen im Leben und gibt seiner Frau emotionale Sicherheit und Geborgenheit, besitzt er eine höhere Lebenserwartung.

Bei Frauen fanden die Wissenschaftler zwar einen ähnlichen Zusammenhang, doch wirkte sich dabei auch stark aus, ob sie in ihrem Leben Kinder großgezogen hatten. Mütter, die sich stark an ihrem Mann orientierten, lebten dabei im Durchschnitt am längsten.

Die Forscher warnen davor, die Ergebnisse generell auf junge, heute lebende Ehepaare zu übertragen. Die untersuchten Paare gehörten einer Generation an, in der die Rollenverteilung und die daraus folgenden Ansprüche an den Partner anders gewesen seien als heute.

ddp/bdw – Ulrich Dewald
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