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Ein Quintett für die Krebsdiagnose

Wissenschaftler haben Eiweißverbindungen identifiziert, mit denen sich Bauchspeicheldrüsenkrebs bereits in einem frühen Stadium erkennen lässt. Mit Hilfe dieser sogenannten Biomarker könnten einmal Bluttests zur Früherkennung entwickelt werden, wodurch sich die Überlebenschance der Patienten drastisch erhöhen könnte.

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine der am häufigsten tödlich verlaufenden Krebserkrankungen. Bei der Krankheit treten im Frühstadium keine typischen Symptome auf. Der Krebs wird meistens erst festgestellt, wenn er sich bereits über die gesamte Bauchspeicheldrüse verteilt und Metastasten gebildet hat. Die Chance, zu diesem Zeitpunkt noch fünf Jahre zu leben, beträgt nur etwa drei Prozent. Daher arbeiten Wissenschaftler an Tests, die bereits frühe Phasen der Erkrankung anzeigen.

Auf ihrer Suche nach typischen Stoffen, die von Tumoren in frühen Stadien erzeugt werden, analysierten die Forscher Blut von Mäusen, die Bauchspeicheldrüsenkrebs entweder im frühen oder im späten Stadium hatten. Von knapp 1.500 untersuchten Proteinen in den Mäusen waren fünf durchweg mit dem Vorstadium von Krebs verknüpft, das unbehandelt zu Bauchspeicheldrüsenkrebs führen kann.

Da die Veränderungen der Eiweißproduktion bei Krebs in Mensch und Maus sehr ähnlich sind, suchten die Forscher auch bei menschlichen Krebspatienten nach diesen Biomarkern: Sie analysierten dazu Blutproben von Teilnehmern einer Studie, die zu diesem Zeitpunkt keine Symptome zeigten, jedoch sieben bis 13 Monate später Pankreaskrebs entwickelnte. Der Werte dieser typischen Eiweißverbindungen waren schon im Frühstadium der Krankheit erhöht. Nun wollen die Forscher nach weiteren Biomarkern suchen, um ihre Tests weiter zu verbessern.

Samir Hanash (Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle) et al.: PLoS Medicine, Bd. 5, S. e123 ddp/wissenschaft.de ? Uwe Thomanek
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