Einzeller orientieren sich im Labyrinth - wissenschaft.de
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Umwelt+Natur

Einzeller orientieren sich im Labyrinth

Forscher behauptet „primitive Intelligenz“.

Die Schleimpilze oder Plasmodien, sich amöbenartig fortbewegende Organismen, können sich in einem Labyrinth zurechtfinden und ihre Nahrungsquelle aufspüren. Toshiyuki Nakagaki vom Bio-Mimetic Control Research Centre in Japan hatte einen Schleimpilz (Physarum polycephalum) in einem 30 Quadratzentimeter großen Gel-Labyrinth ausgesetzt, an dessen Ende ihn Haferflocken erwarteten. Wie Nakagaki im Fachblatt Nature berichtet, fand der Organismus unter vier möglichen Routen den kürzesten Weg zum Ziel.

Wenn er die Nahrung an zwei Ausgängen deponierte, streckte der Einzeller seinen gesamten Körper dazwischen aus. Zur Fortbewegung benutzt er dabei röhrenartige Füße, sogenannte Pseudopodien. Nakagaki schließt aus seinen Ergebnissen, dass der Organismus seine Form verändert, um Nahrung effektiver zu beschaffen. Einzellige Organismen können folglich, so der Forscher, eine Art primitiver Intelligenz entwickeln.

Frieder Graef

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