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Eisberge bedrohen antarktische Pinguinkolonie

Am in der Antarktis gelegenen Cape Crozier leben heute wesentlich weniger Kaiserpinguine als noch vor zwei Jahren. Schuld daran sind vermutlich zwei gigantische Eisberge, die den Lebensraum der Pinguine entscheidend verändert haben. Das haben amerikanische Wissenschaftler beobachtet, teilt die National Science Foundation mit.

Im August dieses Jahres machte Gerald Kooyman vom Scripps Institut für Ozeanographie in La Jolla, Kalifornien, bei Beobachtungsflügen Luftaufnahmen von der Pinguinkolonie. Im Oktober kehrte er mit seinem Kollegen Paul Ponganis in die Antarktis zurück und untersuchte den Zustand der Kolonie erneut.

Die Zahl der Pinguine sei im Vergleich zu einer Zählung vor zwei Jahren dramatisch zurückgegangen, berichten die Forscher. Grund dafür seien zwei Eisberge, die in der Zwischenzeit mit Cape Crozier kollidiert waren. Das habe die Bedingungen für die Kaiserpinguine nachhaltig verschlechtert.

Die Kolonie wurde in fünf kleine Gruppen gespalten. Außerdem seien die Jungtiere noch nicht so weit entwickelt, wie die Küken in einer anderen Kolonie auf der Beaufort Insel, sagt Kooyman. Die Tiere entwickeln sich langsamer, wenn sie nicht ausreichend Nahrung bekommen. Deshalb vermuten die Wissenschaftler, dass die Pinguine Probleme haben, genügend Futter zu finden, seit die Eisberge gestrandet sind.

Allerdings seien die Lebensbedingungen der Pinguine immer noch besser als erwartet, erklärt Kooyman. Er sei davon ausgegangen, dass auf Cape Crozier überhaupt keine Kaiserpinguine mehr leben.

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Heidi Scharvogel
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