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Erektion nach Spinnenbiss

Das Toxin einer der giftigsten Spinnen der Welt, der brasilianischen Wanderspinne (Phoneutria nigriventer), könnte zur Entwicklung eines neuen Super-Potenzmittels verhelfen. Darauf hofft ein amerikanisch-brasilianisches Forscherteam um Romulo Leite vom Medical College of Georgia in Augusta.

Der Biss von Phoneutria nigriventer, auch Kamm- oder Bananenspinne genannt, verursacht starke brennende und weit ausstrahlende Schmerzen und führt manchmal sogar zum Tode. Bemerkenswert: Die gebissenen Männer klagen über Priapismus – eine lang anhaltende und qualvolle Erektion. Als die Wissenschaftler jetzt das Gift der Spinne untersuchten, kamen sie der Ursache auf die Spur: Verantwortlich für die erektile Wirkung des Toxins ist das Peptid Tx2-6. Es regt die Produktion des Boten- stoffes cGMP (zyklisches Guanosinmonophosphat) an. cGMP wiederum sorgt dafür, dass sich die Muskeln im Penis entspannen, was den Blutfluss während der Erektion erleichtert.

Wirkstoffe gegen eine erektile Dysfunktion wie Sildenafil (Viagra) basieren auf sogenannten PDE-5-Hemmern. Sie unterdrücken das Enzym Phosphodiesterase V, das sonst cGMP abbaut. Die Forscher vermuten daher, dass die Kombination des Spinnengifts mit Viagra ein besonders wirksames Mittel für Männer mit Erektionsproblemen ergeben könnte.

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