Ernste Infektionen begünstigen Arterienverkalkung bei Kindern - wissenschaft.de
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Ernste Infektionen begünstigen Arterienverkalkung bei Kindern

Ernste Infektionen können möglicherweise bereits bei Kindern erste Anzeichen von Arterienverkalkung auslösen. Das legt eine Studie schwedischer Mediziner nahe, berichtet die Universität Lund.

Kinder, die mit schweren Harnwegs- oder Atemwegsinfektionen ins Krankenhaus eingeliefert wurden, entwickelten nach einiger Zeit eine Verdickung der Innenwände der Arterien. Das beobachteten Petru Liuba von der Universität Lund und seine Kollegen bei Ultraschalluntersuchungen. Verdickte Innenwände der Blutgefäße sind ein erstes Anzeichen von Arteriosklerose und gehören wie auch erhöhter Blutdruck und hohe Cholesterinwerte zu den bekannten Risikofaktoren für Herzkreislauferkrankungen.

Um der Entstehung von Arterienverkalkung vorzubeugen, sollten Ärzte starke Infektionen auch bei Kindern mit allen Mitteln bekämpfen, raten die Mediziner. Die Gefäßwände von Kindern, die mit Antibiotika behandelt worden waren, wiesen nach der Infektion keine derart starken Verdickungen auf. Dennoch sollten sich Eltern bei leichteren Infektionen keine allzu großen Sorgen machen, sagt Liuba. Einen generellen Zusammenhang zwischen einer Infektion und Arterienverkalkung gäbe es nicht.

Viele Studien an Erwachsenen hatten bereits gezeigt, dass Infektionen die Gefäße beeinträchtigen und damit das Risiko von Herzinfarkten oder Schlaganfällen erhöhen können. Doch bei Kindern war dieser Zusammenhang bislang nicht untersucht worden. Da die normalerweise in Betracht gezogenen Risikofaktoren grundsätzlich nicht alle Fälle von Herz- und Schlaganfällen erklären, könnte den Infektionen möglicherweise eine stärkere Bedeutung für die Entwicklung dieser Krankheiten zukommen.

ddp/bdw – Christine Amrhein
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