Evolution und Fischerei: Warum Fische immer kleiner werden - wissenschaft.de
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Umwelt+Natur

Evolution und Fischerei: Warum Fische immer kleiner werden

Fischer an der Westküste der USA wundern sich, dass ihren Vätern und Großvätern deutlich größere Fische in die Netze gingen. Wissenschaftler der amerikanischen Behörde für Seefischerei in Woods Hole haben eine mögliche Erklärung gefunden: Die Evolution versucht den Menschen ein Schnippchen zu schlagen.

Da Fischer vor allem an großen erwachsenen Fischen interessiert sind und kleine Tiere zurück ins Meer werfen, werden die Tiere immer kleiner und bekommen schon in jugendlichen Jahren Nachwuchs, erklärte ein Forscher gegenüber der Zeitung The Boston Globe.

In den 60er Jahren hat der Schellfisch vor den Küsten von Boston erst mit drei Jahren gelaicht. Mittlerweile bekommen die Tiere bereits mit einem Jahr Nachwuchs. Lachse sind heute etwa ein Drittel kürzer als noch für vierzig Jahren, schreibt die Zeitung. „Es ist, als würde man alle großen Menschen daran hindern, Nachwuchs zu bekommen. Irgendwann gäbe es dann nur noch kleine Menschen“, erklärt der Populationsforscher Steven Murawski aus Woods Hole.

Noch ist allerdings nicht geklärt, ob die Fische nun endgültig kleiner bleiben. Manche Forscher gehen davon aus, dass die großen Fische zurückkehren, wenn weniger gefischt wird.

Andreas Wawrzinek
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