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Flug des Kolibris: Zwischen Vogel und Insekt

Amerikanische Forscher haben herausgefunden, wieso Kolibris in der Luft stehenbleiben können. Die winzigen Vögel setzen dabei eine dem Wassertreten ähnliche Technik ein. Die Wissenschaftler hatten die Luftströmungen in der Umgebung der Flügel der Vögel untersucht, während diese Zuckerlösung aus einer Spritze tranken.

Experten des Vogelflugs haben schon seit längerem vermutet, dass der Flügelschlag der Kolibris mit dem der Insekten verwandt ist ? können diese doch ebenso wie Kolibris in der Luft für längere Zeit am gleichen Ort schweben. Dies hängt damit zusammen, dass die Flügelbewegungen der Insekten sowohl bei der Auf- als auch bei der Abbewegung einen Auftrieb erzeugen.

Die Wissenschaftler haben nun die Luftströmungen in der Umgebung von Kolibris untersucht und dabei herausgefunden, dass diese etwa drei Viertel ihres Auftriebs durch die Abwärtsbewegung ihrer Flügel erzeugen, während die Aufwärtsbewegung zu einem weiteren Viertel zum gesamten Auftrieb beiträgt. Dazu versetzten die Forscher die die Vögel umgebende Luft mit winzigen Tröpfchen Olivenöl.

Dies ermöglichte es, die Strömungen der Luft durch die Streuung von Laserstrahlen an den Tröpfchen sichtbar zu machen. Nach Angaben der Forscher lässt sich diese Technik zur Auftriebsgewinnung mit dem Wassertreten eines Schwimmers vergleichen, wobei die Kolibris allerdings eine viel größere Schlagfrequenz einsetzen.

Douglas Warrick (Staatsuniversität von Oregon in Corvallis) et al.: Nature (Band 435, Seite 1094).

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Stefan Maier
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