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Gesundheit+Medizin Umwelt+Natur

Forscher entwickeln medizinisches Bildgebungsverfahren mit Neutronen

Eine Gruppe von Wissenschaftlern der Duke University hat auf einem Treffen der Amerikanischen Vereinigung von Physikern in der Medizin eine neue Methode zur Herstellung dreidimensionaler Bilder des Inneren eines festen Körpers vorgestellt. Dabei wird dieser von schnellen Neutronenstrahlen durchsetzt, so dass dessen Atome zur Aussendung von Gammastrahlen angeregt werden. Die Forscher hoffen, dass auf diese Weise bösartige Tumoren einmal viel früher entdeckt werden können als bisher.

Carey Floyd und ihre Kollegen präsentierten in ihrem Konferenzvortrag zwar nur erste Ergebnisse der Durchleuchtung eines Körpers aus Eisen und Kupfer. Die Wissenschaftler sind sich aber sicher, dass ihre Methode auch zur Herstellung von dreidimensionalen Bildern des menschlichen Körpers geeignet ist. Der Vorteil von Neutronenstrahlen gegenüber herkömmlichen Verfahren wie etwa Röntgenstrahlen oder Kernspintomographie besteht dabei darin, dass sich auf diese Weise winzige Konzentrationen von Spurenelementen nachweisen lassen.

Da sich derartige Elemente oftmals in bösartigen Tumoren im Frühstadium ansammeln ? lange vor dem Auftreten von Geschwülsten -, könnten Neutronenstrahlen somit eine verbesserte Krebsvorsorge ermöglichen. Ein Nachteil gegenüber Röntgenstrahlen besteht allerdings darin, dass Neutronen für den menschlichen Körper schädlicher sind als Röntgenstrahlen der gleichen Energie. Floyd glaubt allerdings, dass ihr Verfahren bei der Vorsorgeuntersuchung für Brustkrebs die Strahlendosis eines herkömmlichen Mammogramms nicht überschreiten wird.

Stefan Maier
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