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Forscher haben möglicherweise menschliche Pheromone entdeckt

Männer und Frauen reagieren unterschiedlich, wenn sie zwei Substanzen einatmen, die in ähnlicher Form auch im menschlichen Schweiß vorkommen. Dieses Ergebnis aus der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Neuron entfacht erneut die Debatte, ob das Verhalten des Menschen, ebenso wie das vieler Tiere und Insekten, von chemischen Botenstoffen gelenkt werden kann.

Neurowissenschaftler um Ivanka Savic vom Karolinska Institut in Stockholm untersuchten, wie Männer und Frauen auf zwei Substanzen ansprechen, die menschlichen Geschlechtshormonen ähneln. Nahe Verwandte dieser Substanzen finden sich auch im Schweiß. Wie Aufnahmen der Gehirnaktivität zeigten, reizte eine der Substanzen bei Männern die Durchblutung des Hypothalamus. Frauen sprachen dagegen lediglich auf die andere Substanz an.

Frühere Studien hatten gezeigt, dass der Geruch von Schweiß ausreicht, um die Monatsblutungen in einer Gruppe von Frauen zu synchronisieren. Bislang konnten die für dieses Phänomen verantwortlichen Botenstoffe jedoch nicht aus dem Schweiß isoliert werden.

Savic folgert aus ihrer Studie, dass wahrscheinlich auch der Mensch auf chemische Botenstoffe, so genannte Pheromone, reagiert. Neurowissenschaftler Charles Wysocki vom Monell Zentrum für Chemische Wahrnehmung in Philadelphia ist jedoch skeptisch. Noch sei unklar, ob die Substanzen überhaupt das menschliche Verhalten oder Fortpflanzungsprozesse beeinflussen, meint er: „Um eine Substanz als Pheromon einzustufen, muss man zeigen welchen Effekt sie hat. Ein Bild der Gehirnaktivität ist nicht ausreichend.“

Adam Bostanci
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