Forscher: Osteoporose ist keine Krankheit - wissenschaft.de
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Forscher: Osteoporose ist keine Krankheit

Osteoporose ist keine Krankheit, sondern eine fehlgeleitete Anpassung des Körpers an das Altern. Das ist nach Auffassung amerikanischer Wissenschaftler auch der Grund, warum Sport und Gaben von Kalzium kaum dabei helfen, einmal verlorenen Knochen wieder zu ersetzen. Um so wichtiger sei eine gezielte Vorbeugung, erklären sie in einer Mitteilung der amerikanischen Universität Binghamton.

Das Nachlassen der Knochendichte ist ein schleichender Prozess, der sich vor allem bei Frauen über fünfzig bemerkbar macht, sagt Kenneth McLeod, Bioingenieur an der Universität Binghamton. Die Betroffenen haben ein höheres Risiko, einen Bruch an Hüften, Becken oder Rücken zu erleiden.

Bisherige Versuche, Osteoporose rückgängig zu machen, sind gescheitert, erklärt der Forscher. Wenn man den Knochenschwund aber als eine nicht geglückte Anpassung des Organismus an Veränderungen im Körper betrachtet, könne man zumindest diesem Prozess entgegenwirken. Dabei hilft, Kalzium in ausreichenden Mengen zu sich zu nehmen, da ohne Kalzium auch die Stoffwechselprozesse im noch bestehenden Knochen gestört werden.

Außerdem scheint alles zu helfen, was die Bewegung von Flüssigkeiten um und im Knochen antreibt. Hier hilft vor allem Bewegung. Außerdem haben McLeod und seine Kollegen beobachtet, dass energiereiche Muskelfasern, die nur langsam ermüden, so genannte Typ II A-Fasern, dem Knochenschwund vorbeugen. Moderater Sport wie etwa Wandern hilft jedoch nicht beim Aufbau dieser Fasern, sagt McLeod. Dazu sei vielmehr ein spezielles Training unter Anleitung notwendig.

ddp/bdw – Andreas Wawrzinek
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