Auszeichnung der Umweltstiftung „Fondation Yves Rocher“ Frauen für die Umwelt! - wissenschaft.de
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Auszeichnung der Umweltstiftung „Fondation Yves Rocher“

Frauen für die Umwelt!

Ausgezeichnet (von rechts nach links): Stella Deetjen, Elke Mannigel, Conni Wieser. Mittendrin natur-Redakteur Peter Laufmann (Bild: privat)

Natürlich ist Natur- und Umweltschutz nicht nur Frauensache. Aber Frauen sind oft der Schlüssel für eine Veränderung zum Guten. Sie sind die Macherinnen. Das besondere Engagement der Frauen zu würdigen, ist das Ziel der Auszeichnung der Umweltstiftung „Fondation Yves Rocher“. Auch in diesem Jahr ging der Umweltpreis „Trophée de femmes 2019“ an drei Frauen aus dem deutschsprachigen Raum. Insgesamt erhielten die Preisträgerinnen Preisgelder in Höhe von 18.000 Euro.

In Deutschland verleiht die Umweltstiftung den Preis seit 2003. Auch das Magazin natur (vormals als natur+kosmos) sitzt mit in der Jury. „Es ist unglaublich, was die Frauen oft mit quasi nichts in der Hand auf die Beine stellen“, sagt Peter Laufmann, natur-Redakteur und Jury-Mitglied der ersten Stunde. „Man kann nur den Hut ziehen.“

Die Preisträgerinnen

In diesem Jahr wurde die Ausschreibung auf Österreich und die deutschsprachige Schweiz ausgeweitet. Das sind Preisträgerinnen des „Trophée de femmes 2019“ aus dem deutschsprachigen Raum: Der erste Preis, dotiert mit 10.000 Euro, geht an Stella Deetjen. Stella Deetjen engagiert sich seit 2009 für den Erhalt der montanen Ökosysteme Nepals. Sie setzt sich gegen Abholzung von Wäldern sowie für ein nachhaltiges Waldmanagement ein. Damit einher geht ihr Kampf gegen Armut und die Nutzung von erneuerbaren Energien. Allein durch die Einführung von energieeffizienten, rauchfreien Öfen sowie Biogasanlagen ist es ihr gelungen, den Verbrauch an Feuerholz pro Haushalt der Bergregion um die Hälfte zu senken. 45000 Menschen erreicht sie mit ihrem Projekt.

Die Österreicherin Cornelia Wieser hat den zweiten Preis, dotiert mit 5000 Euro bekommen. Sie kämpft für die letzten freifließenden Flusslandschaften Europas. Mit dem Projekt „Save the Blue Heart of Europe“ versucht sie Flüsse auf dem Balkan und im Südosten Europas vor der Zerstörung zu bewahren. Staudämme und andere Verbauungen gefährden diese aquatischen Ökosysteme und ihre Bewohner. Cornelia Wieser klärt die Menschen über diese Gefahren auf und verknüpft Flussinitiativen in ganz Europa.

Der dritte Preis, dotiert mit 3000 Euro, ging dieses Jahr an Elke Mannigel für ihr Engagement für die Tropenwälder Guatemalas. Dazu gehört zum einen der Schutz der Primärwälder vor weiterer Zerstörung. Zum anderen forstet sie ehemalige Waldflächen wieder auf. Dazu gehört auch der Einsatz von Ranger. So gelingt es Elke Mannigel Wilderei zu reduzieren. Schließlich sucht und organisiert sie alternative Einkommensquellen für die dort lebenden Menschen.

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