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Frühe Pubertät bei Mädchen durch Testosteron-Dämpfung

Amerikanische Wissenschaftler haben ein Gen ausfindig gemacht, daß wahrscheinlich die Testosteron-Produktion einschränkt. Das Gen könnte für die frühzeitige Pubertät mancher Mädchen verantwortlich sein.

Frühe Ausbildung der Brüste kann ein Risiko für Brustkrebs bedeuten. Daher forschten die Wissenschaftler, welche Gene und Hormone für sehr früh einsetzendes Brustwachstum verantwortlich sind. Bisher ging man davon aus, daß hauptsächlich die Östrogen-Produktion und die damit verbundenen Gene für das Einsetzten der Pubertät verantwortlich seien. Dr. Fred Kadlubar und seine Kollegen von der Amerikanischen Lebensmittelbehörde in New Orleans entdeckten jedoch, dass die Reduktion des männlichen Hormons Testosteron bei diesem Phänomen im Vordergrund steht.

Bei der Untersuchung von 192 Mädchen im Alter von neun bis zehn Jahren entdeckten sie die besondere Gen-Konstellation, die als CYP1B1 bezeichnet wird. Bei 90 Prozent der Mädchen, bei denen diese Konstellation in zweifacher Ausführung vorhanden war, hat die Entwicklung der Brust mit bereits 9,5 Jahren begonnen.

Da die mit diesem Gen verbundenen Enzyme wichtig für die allgemeine gesunde Entwicklung des Körpers sind, wäre es bedenklich, das Einsetzten der Pubertät durch die Manipulation der Erbanlage zu beeinflussen. Doch wenn Mädchen mit der speziellen Gen-Konstellation erkannt werden, könnte mit konventionellen Methoden ? etwa eine Gewichtskontrolle ? eine frühzeitige Pubertät entgegengewirkt werden.

Jutta Perkert
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