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Gebärmutterwucherungen bereiten Frauen Kopfschmerzen

Frauen mit Endometriose leiden doppelt so häufig an Migräne wie Frauen ohne die Erkrankung. Das haben italienische Forscher in einer Studie an 133 Frauen mit Endometriose und 166 gesunden Frauen gezeigt. Warum diese Erkrankung möglicherweise Migräne begünstige, sei noch nicht sicher, sagen die Mediziner. Ihre Studie veröffentlichen sie im Fachmagazin Human Reproduction (Ausgabe vom 28. Oktober, doi:10.1093/humrep/deh537).

Bei der Endometriose lagert sich Gebärmutterschleimhaut im Muskelgewebe der Gebärmutter oder sogar außerhalb an andere Organe an. Das kann zu sehr schmerzhaften Regelblutungen, Blutungsstörungen, oder auch Rückenschmerzen führen. Die Forscher um Simone Ferrero von der Universität in Genua befragten die Frauen nach Kopfschmerzen und ließen von Neurologen die Art des Kopfschmerzes untersuchen.

Von den 133 Probandinnen, die auch an Endometriose erkrankt waren, litt ein Drittel an Migräne. Bei den gesunden Vergleichspersonen waren es nur 15 Prozent. Die Ausprägung der Migräne war in beiden Gruppen vergleichbar. Die Forscher fanden auch keinen Zusammenhang zwischen der Schwere der Endometriose und der Heftigkeit der Migräne. Allerdings gaben Frauen mit Endometriose einen früheren Ausbruch der Migräneanfälle an: Im Schnitt hatten diese mit 16 bis 17 Jahren begonnen, während die gesunden Frauen ihre ersten Anfälle auf ein Alter von etwa 22 Jahren datierten.

Möglicherweise tragen durch die Endometriose gebildete Hormone zu der Migräne bei, vermutet Ferrero. Auch sei gezeigt worden, dass die Steuerung der Synthese von Stickstoffmonoxid eine Rolle sowohl bei der Migräne als auch bei der Endometriose spiele. Weitere Forschung sei jedoch nötig, um die Verbindung zwischen den beiden Erkrankungen aufzudecken.

ddp/bdw ? Barbara Witthuhn
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