Gedächtnis-Bremse: die Menopause - wissenschaft.de
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Gedächtnis-Bremse: die Menopause

Kurz vor Beginn der Wechseljahre lernen Frauen schlechter als zu anderen Zeiten ihres Lebens, haben amerikanische Forscher herausgefunden. Die gute Nachricht: Der Effekt ist nur vorübergehend ? später waren die Frauen wieder genauso leistungsfähig wie vor der Menopause. Für diese Untersuchung hatten Gail Greendale von der Universität von Kalifornien in Los Angeles und ihre Kollegen mehr als zweitausend Frauen vor, während und nach der Menopause untersucht und ihre Lernfähigkeit zu den unterschiedlichen Zeiten getestet.

Sechzig Prozent der Frauen berichten von Gedächtnisschwierigkeiten während der Wechseljahre, schreiben die Forscher. Ihre Ergebnisse bestätigen nun diese Selbsteinschätzung der Frauen. Die Wissenschaftler testeten dazu das Wortgedächtnis, das Arbeitsgedächtnis und die Zeit, in der die Frauen Informationen verarbeiteten, während vier verschiedener Phasen der Wechseljahre. Die Probandinnen verbesserten ihre Leistungen in jeder Phase, je öfter sie die Tests wiederholten. Kurz vor der Menopause war ihre Verbesserung jedoch in allen Testbereichen messbar geringer ausgeprägt.

Eine Hormontherapie während der Wechseljahre verhalf den Frauen zu einem besseren Gedächtnis im Vergleich zu Frauen, die keine Hormone eingenommen hatten. Allerdings nahmen die Leistungen dieser Frauen nach den Wechseljahren im Gegensatz zu den unbehandelten nicht mehr zu, beobachteten die Forscher. Sie spekulieren daher, dass Frauen möglicherweise vor allem kurz vor der Menopause von Hormonpräparaten profitieren können.

Gail Greendale (Universität von Kalifornien, Los Angeles) et al.: Neurology, Bd. 72, Nr. 21 ddp/wissenschaft.de ? Bele Boeddinghaus
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