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Gefährliche Zusammenarbeit geht ans Herz

Für das Herz ist eine Kombination von zu hohem Blutdruck und zu hohem Cholesterinspiegel gefährlicher als bislang angenommen: Menschen mit beiden Risikofaktoren haben ein fast doppelt so hohes Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, als rechnerisch bei einer Kombination der beiden Faktoren zu erwarten wäre. Das haben amerikanische Forscher bei der Auswertung der Daten einer großen Langzeitstudie entdeckt. Duanping Liao von der Penn-State-Universität in University Park und seine Kollegen stellten ihre Ergebnisse auf dem Jahreskongress der europäischen Gesellschaft für Kardiologie in München vor.

Die Forscher verwendeten für ihre Berechnungen die Daten von 14.500 Freiwilligen, die an einer Studie zum Thema Arteriosklerose teilgenommen hatten. Seit 1987 wird dabei in Abständen von drei Jahren der Gesundheitszustand der Teilnehmer überprüft und aufgezeichnet. Im Durchschnitt hatten jährlich 16 von 10.000 Teilnehmern mit erhöhtem Blutdruck einen Herzinfarkt erlitten, stellten die Forscher bei der Auswertung fest. Bei den Teilnehmern, deren Cholesterinspiegel erhöht war, war im Schnitt bei 12 von 10.000 Patienten pro Jahr ein Herzinfarkt diagnostiziert worden.

Rein rechnerisch sollte daher das Risiko für einen Menschen mit beiden Risikofaktoren bei 28 von 10.000 liegen, schreibt Studienleiter Liao. Die tatsächliche Zahl liegt mit 51 von 10.000 Fällen jährlich jedoch deutlich höher. Neben den Auswirkungen, die hoher Blutdruck und erhöhter Cholesterinspiegel auf den Körper haben, muss es also noch weitere Effekte geben, die erst durch das Zusammenspiel der beiden Faktoren entstehen. Es sei demnach extrem wichtig, dass für eine Herzinfarktvorbeugung beide Risikofaktoren parallel behandelt würden, empfehlen die Wissenschaftler.

Bluthochdruck und zu hohe Blutfettwerte gelten als die Hauptrisikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen und betreffen mittlerweile einen großen Teil der Bevölkerung. Da beide Faktoren durch ungesunde Lebensweise verstärkt werden, ist die Kombination bei Risikopatienten sehr häufig.

ddp/bdw ? Ilka Lehnen-Beyel
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