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Glückliche Gedanken können das Leben verlängern

Eine positive Lebenseinstellung in jungen Jahren verlängert das Leben und mindert die Wahrscheinlichkeit im Alter krank zu werden. Das besagt eine im Journal of Personality and Social Psychology veröffentlichte Studie. Zudem bemerkten die Wissenschaftler um David Snowdon, Professor für Neurologie an der Universität von Kentucky und Direktor der Studie für das School’s Sanders-Brown Center on Aging, einen wichtigen Einfluss des mentalen Zustandes in jungen Jahren auf die Entstehung einer Demenz im Alter. Die veröffentlichten Forschungsergebnisse gehen auf eine 15-jährige Studie über das Altern und Alzheimer zurück.

Unsere Theorie ist, dass negative emotionale Stimmungen wie Angst, Hass und Zorn im Laufe der Zeit eine kumulative Wirkung auf den Körper haben können. Über Jahrzehnte hinweg verletzen sich Menschen, die diese negativen Emotionen einige Male am Tag haben selber, und werden wahrscheinlicher Opfer von Herzkrankheiten und Schlaganfällen sagt Snowdon. Man wisse seit Jahren, dass Emotionen wie Depressionen oder Feindseligkeiten zu Krankheiten führen können.

Seit 1986 hat Snowdon die Teilnehmer der Studie, alle Nonnen der School Sisters of Notre Dame, beobachtet. 678 Schwestern waren einverstanden mit den jährlichen kognitiven und körperlichen Untersuchungen, mit Blutproben und der Spende ihrer Gehirne nach ihrem Tod. Vor einigen Jahren analysierte Snowdon mit seinen Kollegen 180 Autobiographien der Nonnen, die sie in ihren frühen 20er Jahren schrieben. Sie fanden, dass die Schwestern, die sich in den früheren Aufsätzen vielschichtig ausdrückten, im Alter weniger Anzeichen für die Krankheit Alzheimer zeigten. „Wir erkannten bei der Betrachtung der frühen mentalen Funktionen, dass wir mit einer 85 bis 90 Prozentigen Wahrscheinlichkeit vorhersagen können, wessen Gehirn 60 Jahre später für Alzheimer typische Gehirnschäden zeigen wird,“ sagte Snowdon. Jetzt, nachdem man die Autobiographien erneut nach Schlüsselwörtern wie „glücklich“, „Freude“, „Liebe“, „hoffnungsvoll“ und „zufrieden“ durchsuchte, hat Snowden entdeckt, dass die Nonnen die öfter positive Emotionen artikulierten ungefähr 10 Jahr länger lebten, als jene die weniger positive Emotionen ausdrückten.

„Dieses Ergebnis stimmt mit anderen Studien, in denen gezeigt wurde, dass positiv denkende Menschen, wahrscheinlich länger leben, als Pessimisten, über ein“ sagte Snowdon. „Je optimistischer eine Person ist, umso weniger Stress übt sie im Laufe der Zeit auf ihren Körper aus.“ Und umso weniger haben Körper und Geist unter den Folgen dieses Stress‘ im Alter zu leiden.

Nicole Waschke
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