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Haustiere verringern Allergie-Risiko bei Kindern

Für Kinder, die in ihrem ersten Lebensjahr Kontakt zu Hunden oder Katzen hatten, verringert sich das Risiko, eine Allergie zu entwickeln, um 50 Prozent. Dieses Ergebnis einer Studie präsentierten Wissenschaftler des Medical College of Georgia und vom Henry Ford Health System in Detroit auf einer Tagung der „American Thoracic Society“.

473 Kinder nahmen an der Studie teil. Bis zum Alter von sechs oder sieben Jahren wurden sie jährlich auf Allergien getestet. Dabei erfolgte auch eine Überprüfung der Lungenfunktion. Außerdem untersuchten die Wissenschaftler die Schlafzimmer der Zweijährigen auf Hausstaubmilben. Von den Kindern, die in Kontakt mit Haustieren aufgewachsen waren, entwickelten nur halb so viele eine Allergie, wie diejenigen, die keine Tiere hatten. Andere Faktoren wie die Menge der zu Hause nachgewiesenen Hausstauballergene oder, ob die Eltern Asthmatiker oder Raucher waren, rechneten die Forscher heraus. Jungen aus Familien mit mindestens zwei Haustieren zeigten eine bessere Lungenfunktion. Warum dieser Effekt bei den Mädchen nicht auftrat, blieb ungeklärt.

Die Untersuchungsergebnisse sind allerdings kein Grund für eine generelle Entwarnung. „Für einen Asthmatiker, der sich einen Hund anschaffen möchte und vorher nie einen hatte, sind das weiterhin schlechte Nachrichten“, äußerte sich Warren Lenney, Mitglied der British Thoracic Society gegenüber BBC-Online. Die Bewertung von Katzen und Hunden als Auslöser von Allergien hinge sehr davon ab, wie lange die Tiere schon zum Haushalt gehörten, sagte Lenney.

Joachim Czichos
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