Heilung für gebrochene Mäuseherzen - wissenschaft.de
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Heilung für gebrochene Mäuseherzen

Embryonale Stammzellen können Entwicklungsstörungen am Herzen von Mausembryonen heilen und damit tödliche Herzdefekte noch vor der Geburt verhindern. Das haben amerikanische Forscher gezeigt. Die Wissenschaftler wiesen in ihren Untersuchungen zwei Moleküle nach, die von den Stammzellen abgesondert werden und die defekten Zellen reparieren können. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher um Diego Fraidenraich vom Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York in der Fachzeitschrift Science (Bd. 306, S. 247).

Ein Id genanntes Protein ist während der Entwicklung von Mausembryonen für die korrekte Bildung von Blutgefäßen verantwortlich. Embryonen, denen dieses Protein aufgrund einer Mutation fehlt, entwickeln schwere Herzdefekte und überleben die Schwangerschaft nicht. Die Wissenschaftler injizierten den Embryonen embryonale Stammzellen und konnten dadurch verhindern, dass sich derartige Defekte ausbilden. In einer zweiten Versuchsreihe verabreichten die Forscher ausgewachsenen weiblichen Mäusen, die eine entsprechende Mutation in ihrem Erbgut trugen, die gleiche Menge Stammzellen. Wurden die Mäuse anschließend schwanger, korrigierten die Stammzellen teilweise die von der Mutter vererbten Defekte.

Die Stammzellen sondern zwei Proteine namens IGF1 und WNT5a ab, die zu den defekten Zellen wandern, zeigten die Forscher in ihren Analysen. Da diese Proteine auch unter natürlichen Bedingungen an der Herzentwicklung beteiligt sind, vermuten die Forscher, dass sie für die positiven Effekte in den Mutanten verantwortlich sind. Zukünftig könnten von Stammzellen abgesonderte Proteine eventuell auch bei der Behandlung von Herzkrankheiten bei ausgewachsenen Tieren oder an Menschen eingesetzt werden.

ddp/bdw ? Dirk Gilson
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