Heißer Dampf vervielfacht heilende Kräfte des Ginseng - wissenschaft.de
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Heißer Dampf vervielfacht heilende Kräfte des Ginseng

Die Heilwirkung der Ginseng-Wurzel, die in vielen asiatischen Kulturen zur Standardmedizin gehört, lässt sich durch sehr heißen Dampf noch deutlich verstärken, berichten koreanische Forscher. Ginseng dient traditionell zur Steigerung der körperlichen und seelischen Vitalität. In den letzten Jahrzehnten hat er in getrockneter oder gedämpfter Form auch die westlichen Gesundheitsmärkte erobert. Hier wird er als Lebensmittelzusatz verwendet, der blutverdünnend oder anti-oxidativ wirken soll.

„Einfaches Dämpfen bei höheren Temperaturen kann die biologische Aktivität von Ginseng deutlich erhöhen“, erklärt Jeong Hill Park von der Seoul National University. Er dämpfte die Wurzeln rund drei Stunden lang in Druckgefäßen bei 120 Grad Celsius, während das traditionelle Dämpfen bei nur 100 Grad geschieht. Ergebnis: Die antioxidativen Eigenschaften verstärkten sich um das bis zu Achtfache, und die Fähigkeit, Blutgefäße zu entspannen, um das bis zu 32-Fache.

„Der heißere Dampf fördert im normalen Ginseng die optimale biologische Aktivität zu Tage“, meint der Forscher im Journal of Natural Products, einem Fachblatt der American Chemical Society. Die höhere Temperatur verstärke bestimmte so genannte Ginsenoside, die für die Wirkung der Wurzel verantwortlich gemacht werden, und generiere andere Substanzen, die in der herkömmlichen getrockneten Wurzel nicht zu finden seien.

Negative Nebenwirkungen rufe der potentere Ginseng nicht hervor, sagt Park. Allerdings sollten Patienten, die entzündungshemmende Medikamente oder solche zur Blutverdünnung einnähmen, wegen möglicher Wechselwirkungen vorsichtig damit umgehen.

Dörte Saße
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