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Herkunft vom Rindersteak mit DNA-Analysen bestimmen

Münchener Gentechniker wollen Rindersteaks durch eine neuartige DNA-Analyse bis zu den Rindern zurückverfolgen, von denen sie stammen. Die Wissenschaftler planen, das Fleisch mit „digitalen DNA-Signaturen“ zu bezeichnen und so die Fleischherkunft – anders als mit den herkömmlichen Fleischetiketten – fälschungssicher zu machen.

Ruedi Fries und sein Team von der Technischen Universität München werden die Signaturen durch natürlich vorkommende Unterschiede an den einzelnen Gen-Basen – so genannte SNPs (singuläre Nukleotidpolymorphien) – festlegen. Die Gene einer Kuh enthalten Millionen solcher SNPs, und deren Kombination ist für jedes Tier und jede Rasse einzigartig.

Für 40 bis 96 besonders markante SNPs, die eine Identifizierung des individuellen Tiers und seiner Rasse erleichtern, muss sich nun das Forscherteam entscheiden. Diese SNPs werden dann in den digitalen Code umgeschrieben ? eine eins steht für das Vorhandensein eines SNP – und in einer Datenbank gespeichert. Ziel der Wissenschaftler ist, die Methode so zu standardisieren, dass sie auf der ganzen Welt einsetzbar ist. Sehr hilfreich wäre dies Verfahren etwa bei Seuchen wie BSE und der Maul- und Klauenseuche, um die Herkunft der Tiere schnell zu ermitteln. Doch auch Züchter würden davon profitieren, denn sie könnten sich die Kreuzungspartner viel gezielter aussuchen. Fries glaubt, dass sich recht bald eine schnelle und günstige Methode für dieses DNA-Erkennungsverfahren entwickeln lässt.

Frieder Graef
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