Historischer Fall von Maul- und Klauenseuche beim Menschen - wissenschaft.de
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Gesundheit+Medizin Umwelt+Natur

Historischer Fall von Maul- und Klauenseuche beim Menschen

Ansteckung durch Milch einer infizierten Kuh

Die Maul- und Klauenseuche (MKS) gilt als virale Tierkrankheit, die für Menschen ungefährlich ist. Die einzige dokumentierte Erkrankung eines Menschen wurde 1966 im British Medical Journal veröffentlicht.

Der 35-jährige Bobby Brewis erkrankte 1966, sechs Tage nachdem auf seiner Farm die MKS ausgebrochen war. Die Ansteckung erfolgte wahrscheinlich über die Milch einer infizierten Kuh. Die ersten Krankheitszeichen waren eine Halsentzündung, leichtes Fieber und Blasen an den Händen. Dann bildeten sich Pusteln und Blasen an der Zunge. Die Blasen, die der Mann als unangenehm kribbelnd beschrieb, verschwanden nach einigen Wochen, traten aber innerhalb von fünf Monaten noch zweimal auf.

„Er wusste, dass er ein rätselhafter Fall für die britische Medizingeschichte war“, erzählte seine Tochter Amanda gegenüber der Londoner Times. „Irgendwie war er stolz darauf. Er machte sich immer darüber lustig, dass er wohl in Wirklichkeit ein Tier sein müsse.“ Gestorben ist er jedenfalls nicht daran. Brewis wurde 64 Jahre alt.

Joachim Czichos
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