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Immer mehr Babys kommen zu früh zur Welt

Ein deutlicher Anstieg an Frühgeburten beunruhigt dänische Mediziner: Im vergangenen Jahrzehnt stieg die Zahl der Frühgeburten in Dänemark um 22 Prozent an. In der Gruppe von Müttern im Alter von 20 bis 40 Jahren nahm der Anteil der Kinder, die vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren wurden, sogar um 51 Prozent zu.

Die Forscher analysierten für ihre Studie rund 99,8 Prozent aller Geburten in Dänemark in den Jahren 1995 bis 2004. Dabei wollten sie zunächst herausfinden, von welchen Faktoren Frühgeburten abhängen. Zu ihrer Überraschung und Besorgnis stellten sie einen deutlichen Anstieg von Frühgeburten fest. Einen konkreten Grund für diese Zunahme können die Forscher jedoch nicht nennen. Bestimmt wird das Risiko für eine Frühgeburt durch das Alter der Mutter, deren Gewicht, Rauchverhalten und Lebensumfeld.

Weitere Faktoren für steigende Frühgeburtenraten können auch in einer Zunahme von künstlichen Befruchtungen und Mehrlingsschwangerschaften liegen, fanden die Forscher heraus. Sie fordern weitere Untersuchungen, um die Ursachen besser zu verstehen. Auch sollte geklärt werden, ob es sich um ein rein dänisches Phänomen oder um einen internationalen Trend handele. Da Frühgeburten häufig mit einer verzögerten Entwicklung oder Lernstörungen des Kindes einhergehen, sollte dem Trend auf den Grund gegangen werden, schreibt der britische Mediziner Andrew Shennan vom King’s College in London in einem Begleitkommentar. Im Durchschnitt kommt etwa eines von zehn Kindern zu früh zur Welt.

Jens Langhoff-Roos ( Rigshospitalet Kopenhagen) et al.: British Medical Journal, Bd. 32, S. 937 ddp/wissenschaft.de ? Martin Schäfer
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