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Immer noch führen Frühgeburten häufig zu Spätfolgen

Babys mit extrem niedrigem Geburtsgewicht und zu früh geborene Kinder sind trotz der modernen Medizin später auffallend häufig in ihrem Verhalten beeinträchtigt. So haben sie beispielsweise oft Konzentrationsprobleme und schneiden auch beim Lesen und Schreiben deutlich schlechter ab als ihre Altersgenossen. Auch die neuesten medizinischen Errungenschaften können das offenbar nicht verhindern, berichten australische Forscher in der Fachzeitschrift JAMA (Ausgabe vom 25. Juni).

Die Wissenschaftler um Peter Anderson vom Murdoch-Kinder-Forschungsinstitut in Melbourne untersuchten knapp 300 Kinder, die Anfang der neunziger Jahre geboren worden waren. Diese hatten bei ihrer Geburt entweder weniger als ein Kilogramm gewogen oder waren vor der 28. Schwangerschaftswoche zur Welt gekommen.

Im Vergleich zu Kindern, die bei ihrer Geburt mehr als 2,4 Kilogramm auf die Waage gebracht hatten, fiel es ihnen später ? im Alter von elf bis zwölf Jahren ? oft schwerer, den Inhalt von Gesprochenem zu erfassen. Sie ließen sich leicht ablenken und verarbeiteten Informationen deutlich langsamer als ihre Altersgenossen.

Die Studie ergab zudem, dass auch der IQ der Kinder signifikant unter dem der Vergleichspersonen lag. Generell fanden die Forscher, dass über die Hälfte der untersuchten Kinder im Schulalter behandlungsbedürftige Verhaltensstörungen aufwies. Es müssten daher auf medizinischer und psychosozialer Ebene erhebliche Fortschritte gemacht werden, um solche Beeinträchtigungen in Zukunft deutlich zu reduzieren, verlangen die Wissenschaftler.

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