In Argon verpackte Lebensmittel halten länger - wissenschaft.de
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In Argon verpackte Lebensmittel halten länger

Mit Argon versetzte und abgepackte Lebensmittel haben eine längere Haltbarkeit bei gleichbleibender Frische. Die qualitätssteigernde Produktionstechnik sei somit der derzeit am häufigsten verwendeten Stickstoff-Methode überlegen. Die Ergebnisse wurden von wissenschaftlichen Beratern der britischen Lebensmittelkette Safeway Stores auf der 222. Jahrestagung der American Chemical Society präsentiert.

Studien sowie Geschmackstests bei Kartoffelchips, weiter verarbeitetem Fleisch und verpacktem Salat haben ergeben, dass Argon die Haltbarkeit um 25 Prozent verlängert, so Kevin Spencer, wissenschaftlicher und technischer Berater der Lebensmittelkette. Bei einigen Produkten konnte diese sogar um 40 bis 50 Prozent gesteigert werden.

Gewöhnlich wird bei verpackten Lebensmitteln der Freiraum mit Stickstoff versetzt. Der dennoch verbleibende geringe Anteil von Sauerstoff führt zur Oxidation der Produkte und somit zum Verderb der Ware. Laut Spencer verdrängt das im Vergleich zu Stickstoff schwerere Gas Argon den Restsauerstoff, den pathogene Keime zum Wachstum benötigen, effizienter. Zusätzlich erhöhe es die Wirkung des häufig zugesetzten Kohlendioxids, das zur Abtötung der Mikroben dient. Mikrobiologische Enzyme erhöhen die Oxidationsrate, was infolge zu Geschmacksverlusten und zum Verderb führt.

Während in Europa Argon als Füllgas bereits zugesetzt wird, sucht die britische Lebensmittelindustrie nach Exportmöglichkeiten der so verpackten Lebensmittel in die USA. In Großbritannien dauerte es rund zehn Jahre, um Argon kommerziell in der Verpackungsindustrie einzusetzen. Gründe liegen nach Ansicht Spencers in den gegenüber Stickstoff höheren Kosten durch die Modifizierung und Adjustierung des Systems.

pte
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