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Insulin kann das Herz schädigen

Eine frühzeitige Therapie mit Insulin kann bei Diabetikern mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen unerwünschte Nebenwirkungen verursachen. Das berichten Wissenschafter auf dem 50.Treffen des American College of Cardiology. Eine Behandlung mit dem Medikament Metformin sei aber eine Alternative zur Insulintherapie, erklären die Experten.

In einer Studie des Latter Day Saints Hospital in Salt Lake City, Utah haben Farangis Lavasani und ihre Kollegen die Daten von über 1.400 Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ausgewertet. Es zeigte sich, dass nahezu alle Patienten eine Verengung in mindestens einer Herzarterie hatten.

„Eine Therapie mit dem oralen Antidiabetikum Metformin verbessert die Überlebensrate bei Patienten mit Diabetes mellitus und Herz-Kreislauf-Erkrankungen beträchtlich“, sagt Lavasani. Die Sterberate war bei einer Behandlung mit Metformin dreimal niedriger als nach einer Insulintherapie.

Orale Antidiabetika wie zum Beispiel Metformin werden oft als Alternative zu Insulin bei beginnender Diabetes mellitus angewandt. Eine frühzeitige Therapie mit Insulin sei nicht notwendig, erklärt Brent Muhlestein, der ebenfalls an der Studie beteiligt war. Eine Blutzuckerkontrolle müsse nicht sofort mit Insulin behandelt werden, sondern könne auch mit Antidiabetika erfolgen.

Die meisten Diabetespatienten (mehr als 75 Prozent) sterben an Herzinfarkt oder Schlaganfall, erklärt die Deutsche Diabetes Stiftung. Diabetes mellitus ist von Beginn an auch eine Gefäßkrankheit. Eine frühzeitige Diagnose der Gefäße und des Herz-Kreislaufsystems sei notwendig für eine optimale Diabetestherapie, denn eine zu frühe Insulingabe kann das Risiko an der Herz-Kreislauf-Beschwerden oder an Arteriosklerose zu erkranken noch verstärken, so die Experten.

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Dr. L-M. Schmidt
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