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Intensive sportliche Bewegung senkt den Cholesterinspiegel dauerhaft

Sport verringert den Cholesterinspiegel dauerhaft, auch noch Wochen nach Ende des Trainings. Entscheidend sind dabei jedoch die Intensität und die Dauer der Übungen. Das berichteten amerikanische Forscher auf der Jahrestagung der Amerikanischen Akademie für Sportmedizin in San Francisco. Ihrer Meinung nach beruht dieser positive Effekt auf einer langfristigen Anpassung des Körpers an die sportliche Bewegung.

Der günstige Einfluss von Sport auf den Cholesteringehalt im Blut ist schon länger bekannt. Doch nun beschäftigten sich die Wissenschaftler um William Kraus vom Medizinischen Zentrum der Duke-Universität in Durham (USA) genauer mit der Art der sportlichen Betätigung. In einer Studie teilten sie 182 übergewichtige Teilnehmer in drei Gruppen auf, die sich in unterschiedlichem Ausmaß bewegen mussten. Dabei zeigte sich, dass nur durch intensive Übungen ? gemäß etwa 32 Kilometern Joggen pro Woche ? bei Männern und Frauen noch zwei Wochen nach dem Training der Cholesterinwert deutlich gesenkt war. Gemäßigte Bewegung dagegen in Form eines wöchentlichen „Walkings“ von knapp zwanzig Kilometern erniedrigte die Cholesterinkonzentration unabhängig vom Geschlecht nur für einen Tag danach. Ein langfristiger Erfolg war in diesem Fall jedoch nur bei Männern zu sehen.

Cholesterin ist Bestandteil vieler Membranen, welche die Körperzellen umhüllen. Zu den Zellen gelangt es durch den Blutstrom in Form von kleinen Teilchen namens Lipoproteine. Das so genannte „gute“ Cholesterin entspricht dabei Lipoproteinpartikeln von hoher Dichte, das „schlechte“ Cholesterin dagegen solchen mit niedriger Dichte. Zu viele besonders der schlechten Cholesterin-Partikel im Blut können zu Arteriosklerose und Herzerkrankungen führen.

Die dauerhafte Senkung eines erhöhten Cholesterinspiegels ist daher generell zu empfehlen. Intensive Bewegung scheine eine Möglichkeit dafür zu sein, allerdings sei noch unklar, durch welchen Mechanismus sich der Körper an die sportliche Betätigung anpasst, erklären die Forscher. Auch die unterschiedlichen Effekte bei Frauen und Männern müssten noch durch weitere Untersuchungen geklärt werden.

ddp/bdw ? Stefanie Offermann
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