Isotopenmessung sagt, woher Zugvögel kommen - wissenschaft.de
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Umwelt+Natur

Isotopenmessung sagt, woher Zugvögel kommen

Durch die Messung von Isotopen in den Federn von Zugvögeln kommen Wissenschaftler dem Vogelzug auf die Spur. Ein Team um Dustin Rubinstein vom Dartmouth College in Hanover (USA) berichtet im Fachmagazin Science (Vol. 295, S. 1063), dass die in Nordamerika heimischen Blaurücken-Waldsänger abhängig von ihrem Brutgebiet auf verschiedenen Inseln in der Karibik überwintern.

Der Anteil von stabilen Isotopen wie dem Wasserstoffisotop 2H oder dem Kohlenstoffisotop 13C in den Federn eines Vogel spiegelt den Anteil dieser Isotope in seiner Nahrung und damit auch seiner Umwelt wieder. Da der Anteil der Isotope für geographische Gebiete charakteristisch ist und die untersuchten Blaurücken-Waldsänger (Black-throated blue warbler) in ihrem Brutgebiet mausern, konnten die Wissenschaftler durch die Untersuchung der Federn im Winterquartier auf das Brutgebiet der Vögel rückschließen.

Rubenstein und seine Kollegen stellten dadurch fest, dass es zwei unabhängige Populationen des Blaurücken-Waldsängers gibt. Eine Population im Norden der USA, die auf den westlichen karibischen Inseln überwintert, und eine Population aus dem Süden der USA, die auf den östlichen karibischen Inseln überwintert.

Ralf Möller
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