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Italienische Blumenzüchter bauen fluoreszierende Nelken an

Wissenschaftler des experimentellen Instituts für Blumenzucht in San Remo haben mittels Genmanipulation die Nelkenart Osteospermum ecklonis und die Enzianart Eustoma grandiflorum so verändert, dass deren Blüten unter UV-Licht grün leuchten. „Die fluoreszierende Blume zeigt, dass Gentechnik auch ausschließlich der Schönheit nutzen kann“, erklärte der Entwickler Tito Schiva im Fachmagazin Nature.

Die Technik soll laut Schiva bei jeder weißgefärbten Blume funktionieren. Das italienische Forscherteam hegt allerdings keine Ambitionen, die Erfindung zu vermarkten. Zudem betragen in Italien die Zulassungskosten für genetisch modifizierte Organismen rund 1,1Mio. Euro und die italienische Öffentlichkeit steht dem Thema Gentechnik ablehnend gegenüber.

„Außerdem ist das gemäßigte Klima in Europa ein Problem. Genetisch veränderte Blumen sind schwer zu vermarkten“, erklärte John Mason vom australischen Unternehmen Florigene. Florigene modifiziert die Farben von Rosen, Nelken und Radieschen. Die durch die italienischen Forscher produzierte Leuchtfarbe verdankt die Blume einem grün fluoreszierenden Protein. Das Protein stammt ursprünglich von Quallen, die bei Biologen als Lieblingsquelle für Farbstoffe gelten.

Wissenschaftler nutzen fluoreszierende Proteine auch in der Medizin, beispielsweise zur Detektion von Krebszellen, die durch den Körper wandern. Auch bei Pflanzen ist das Illuminationsverfahren nicht neu. Erstmals wurde jetzt mit der grünleuchtenden Blume ausschließlich der dekorative Aspekt verfolgt.dp

dpa
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