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Gesellschaft+Psychologie Umwelt+Natur

Jeden Tag schöner

Eine große Zahl von Menschen glaubt, jeden Tag besser auszusehen: Nach ihrer Selbsteinschätzung waren sie in der Vergangenheit weniger attraktiv als heute und werden in Zukunft noch attraktiver sein. Das hat ein britischer Psychologe in Tests an insgesamt 45 Frauen gezeigt.

In einem ersten Test ließ Geoffrey Haddock zwanzig junge Studentinnen einen Fragebogen ausfüllen, in dem sie angeben sollten, wie sie im Moment ihre Attraktivität im Vergleich zu ihren Kommilitoninnen einschätzten. Zudem fragte Haddock die Studentinnen, wie wichtig äußere Attraktivität für ihr eigenes Selbstbild ist. Schließlich hatten sie noch Antwort darüber zu geben, wie attraktiv sie sich im Rückblick zu Anfang des Semesters gefühlt hatten.

Das Ergebnis der Tests war eindeutig: Insgesamt bewerteten die Studentinnen ihre gegenwärtige Attraktivität höher als in die den vergangenen Monaten. Je kritischer jemand die eigene Vergangenheit sehe, desto positiver könne auch das gegenwärtige Selbstbild erscheinen, interpretiert Haddock diese Beobachtung. Am deutlichsten war der Unterschied bei denjenigen jungen Frauen, für die eigene äußere Attraktivität ein wesentlicher Teil ihrer Persönlichkeit darstellt.

In einem zweiten Test hatten 25 Studentinnen einen ähnlichen Fragebogen auszufüllen, der diesmal jedoch auch die Frage enthielt, wie attraktiv sie im Vergleich zu ihren Altersgenossinnen wohl in fünf Jahren sein werden. Außerdem sollten die Frauen angeben, wie häufig sie sich mit ihren Altersgenossinnen vergleichen. Hier glaubte nur ein Teil der Frauen an eine positive Entwicklung ? nämlich genau diejenigen Frauen, für die der Vergleich mit den Mitstudentinnen besonders wichtig für das eigene Selbstbild war.

Die Vorstellung, die eigene Attraktivität nähme stetig zu, sei eine wichtige Motivation im Leben, erklärt Haddock die Ergebnisse. Weitere Studien könnten erklären helfen, wie sich diese Vorstellung beim Älterwerden verändert und welche Faktoren das Selbstbild in späteren Jahren prägen.

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Geoffrey Haddock ( Universität in Cardiff): European Journal of Social Psychology, doi10.1002/ejsp.317 ddp/wissenschaft.de ? Ulrich Dewald
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