Klare Sicht dank Obst und Gemüse - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

Gesundheit+Medizin Umwelt+Natur

Klare Sicht dank Obst und Gemüse

Viele Vitamine und Antioxidantien in der Nahrung schützen die Augen im Alter vor der so genannten Makuladegeneration, zeigt eine Studie niederländischer Forscher an mehr als 4.000 Freiwilligen. Unter dieser Krankheit, bei der sich die Netzhaut genau an der Stelle des schärfsten Sehens nach und nach zersetzt, leiden in westlichen Ländern mehr als 35 Prozent der über 75-Jährigen. Nach den Ergebnissen der Forscher kann eine ausreichende Versorgung mit Zink und Vitamin E, aber auch mit Beta-Karotin und Vitamin C dieses Risiko deutlich senken.

Patienten mit Makuladegeneration werden nicht wirklich blind, verlieren jedoch ihre Fähigkeit, scharf zu sehen. Lesen, Fernsehen oder Autofahren sind praktisch unmöglich, was die Lebensqualität extrem einschränkt. Welche Ursache diese häufige Augenkrankheit hat, ist trotz intensiver Forschung bislang unbekannt. Die momentan verwendeten Therapieansätze können das Fortschreiten der Erkrankung lediglich verlangsamen, jedoch nicht stoppen. Als Risikofaktoren gelten Rauchen inklusive Passivrauchen, UV-Strahlung und eine genetische Veranlagung.

Bereits in früheren Studien gab es Hinweise darauf, dass der Gehalt an antioxidativen Vitaminen im Blut das Erkrankungsrisiko beeinflussen kann. Allerdings wurden bei der Untersuchung mit dem größten nachgewiesenen Effekt Nahrungsergänzungsmittel mit extrem hoch dosierten Vitaminen verwendet. Das Ziel der neuen Studie von van Leeuwen von der Erasmus-Universität in Rotterdam und seinen Kollegen war nun zu prüfen, ob diese Antioxidantien auch in Mengen wirken, die täglich mit der Nahrung aufgenommen werden können. Dazu befragten die Forscher 4.170 Freiwillige ab 55 Jahren mehrmals innerhalb von acht Jahren zu ihren Ernährungsgewohnheiten und aufgetretenen Krankheiten.

Bei 13,4 Prozent der Probanden wurde im Lauf der Studie eine Makuladegeneration diagnostiziert, berichten die Forscher. Es gab jedoch einen deutlichen Effekt von Zink, Vitamin C und E sowie Beta-Karotin auf die Erkrankungswahrscheinlichkeit: Wer leicht überdurchschnittliche Mengen dieser Antioxidantien und Spurenelemente zu sich nahm, hatte ein um 35 Prozent geringeres Erkrankungsrisiko als jemand, der unterdurchschnittlich versorgt war. Die Probanden mit dem geringsten täglichen Konsum hatten im Vergleich sogar ein um 20 Prozent erhöhtes Risiko. Die Wissenschaftler empfehlen daher älteren Menschen, viel Getreide, Nüsse, Milchprodukte, Geflügel, Karotten, Spinat und Zitrusfrüchte zu essen, um ihren Bedarf optimal zu decken.

Redmer van Leeuwen (Erasmus-Universität, Rotterdam) et al.: JAMA (Bd. 294, S. 3101). ddp/wissenschaft.de ? Ilka Lehnen-Beyel
Anzeige
Anzeige

bild der wissenschaft | Aktuelles Heft

Anzeige

Dossiers

Aktueller Buchtipp

Sonderpublikation in Zusammenarbeit  mit der Baden-Württemberg Stiftung
Jetzt ist morgen
Wie Forscher aus dem Südwesten die digitale Zukunft gestalten

Wissenschaftslexikon

Bauch|füß|ler  〈m. 3; Zool.〉 = Bauchfüßer

Sym|bol  〈n. 11〉 1 〈allg.〉 einen tieferen Sinn andeutendes Zeichen, Sinnbild 2 〈Chem.; Phys.〉 für ein chem. Element od. einen physikal. Begriff stehendes Zeichen ... mehr

Re|gis|ter  〈n. 13〉 1 alphabet. Verzeichnis (der Namen od. Begriffe in einem Buch; Namens~, Sach~) 2 amtliches Verzeichnis rechtlich wichtiger Vorgänge (Handels~, Standes~) ... mehr

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige