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Klimawandel zeigt sich auch in Fliegen-Genen

Die Globale Erwärmung zeigt sich auch in den Genen von Fruchtfliegen. Das sagt der Genetiker Max Levitan von der „Mount Sinai School of Medicine“ in New York. Der Anteil einer gegen Hitze besonders resistenten Fliegen-Typs hat sich in Nordamerika seit 1995 mehr als verdoppelt, berichtet Levitan in der Online-Ausgabe des Fachmagazins „Science“.

Fruchtfliegen der Art Drosophila robusta treten in verschiedenen genetischen Varianten auf. Die Gengruppen 2L-1 und 3R-1 im Fliegen-Genom sind für die Hitzeresistenz ihrer Träger verantwortlich. Diese Chromosomenabschnitte sind bei den im wärmeren Süden lebenden Fliegen häufig zu finden.

Levitan hatte bereits vor über 60 Jahren Fliegenfallen in den USA und Kanada aufgestellt und regelmäßig den Anteil der verschiedenen Fliegen-Varianten an den einzelnen Standorten bestimmt. Im Jahr 1995 stellte er erstmals fest, dass der hitzeresistente Fliegen-Typ in Philadelphia stark zugenommen hatte. Weitere Proben zeigten, dass sich dessen Anteile an mehreren Orten verdoppelt oder verdreifacht hatten.

„Der weitläufige Klimawandel kann diesen Trend am besten erklären“, sagt Levitan in einem Interview. Wenn diese Vermutung zutrifft, hat der Forscher mit seiner Studie gezeigt, dass die Globale Erwärmung bereits Auswirkungen auf die Evolution einzelner Arten genommen hat. Die Studie erscheint in der kommenden Mai-Ausgabe von „Evolutionary Ecology Research“ (Volume 5).

ddp/bdw ? Christine Harbig
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