Krebsmittel aus der Meeresapotheke - wissenschaft.de
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Krebsmittel aus der Meeresapotheke

Unscheinbare, im Meer lebende Moostierchen (bugula neritina) bergen offenbar wertvolle Bakterien, die einen Antikrebs-Wirkstoff produzieren. Davon berichten amerikanische Forscher in der Fachzeitschrift Applied and Environmental Microbiology in der aktuellen Ausgabe.

Die Bakterien stellen „Bryostatin 1“ her: eine Substanz, die in ersten klinischen Tests bereits ihre krebsheilende Wirkung gezeigt hat. Forscher um Margo Haygood von der University of California in San Diego (UCSD) haben jetzt das für die Wirkstoffproduktion zuständige Gen identifiziert. Ein erster bedeutender und dennoch winziger Schritt auf dem Weg zum gebrauchsfertigen Medikament.

„Zurzeit gibt es keine praktikable Möglichkeit, genug Bryostatine zu produzieren. Selbst wenn es da draußen genug Tiere gäbe, wäre es ökologisch nicht vertretbar, eine ausreichende Menge zu sammeln“, beschreibt Haygood eines der größten Probleme bei der Entwicklung von Medikamenten aus dem Meer. Deshalb versuchen die Forscher nun, die Bakterien im Labor zu kultivieren und die Gene für die Antikrebsmittelproduktion zu klonen.

Andrea Hoferichter
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