Lesetraining stärkt entscheidende Gehirnregionen von Legasthenikern - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

Gesellschaft+Psychologie Umwelt+Natur

Lesetraining stärkt entscheidende Gehirnregionen von Legasthenikern

Schon nach einem dreiwöchigen Lesetraining zeigen Gehirn-Scans von Kindern mit Legasthenie die gleichen Gehirnmuster und ?aktivitäten wie die von Kindern ohne Leseschwäche. Das fanden amerikanische Wissenschaftler in einer Studie heraus, die sie in der Fachzeitschrift Neurology (Bd. 61, S. veröffentlichen.

Die Mediziner um Elizabeth Aylward von der Universität von Washington in Seattle (USA) untersuchten mit einer besonderen Art der Magnetresonanztomographie die Gehirne der Kinder vor und nach dem Lesetraining. Dabei zeigte sich, dass bei Kindern mit Leseschwäche die gleichen Gehirnregionen aktiv sind wie bei Kindern ohne Leseprobleme, die Aktivität dieser Regionen jedoch deutlich schwächer ist. Nach Beendingung des Trainings konnten die Forscher praktisch keinen Unterschied mehr in den Gehirnscans der Kinder oder ohne Leseschwäche feststellen.

Diese Befunde zeigen, dass keine neuen Schaltungen oder Verbindungen in den Gehirnen der Kinder notwendig sind, sondern dass vielmehr die schon vorhandenen Vernetzungen gekräftigt und verstärkt verwendet werden, sagt Aylward. Ermutigend für die allgemeine Behandlung von Legasthenie ist nach Ansicht der Forscher besonders die kurze Trainingszeit, die für die Verbesserung notwendig war.

Das anschließende dreiwöchige Lesetraining basierte auf wissenschaftlichen Empfehlungen des Nationalen Leseforums des Nationalen Instituts für Kindergesundheit und menschliche Entwicklung (NICHD). Es bestand es aus Übungseinheiten zum Klang von Buchstabenkombinationen und zur Verbesserung des Leseflusses sowohl bei kontrolliertem Vorlesen als auch bei stillem Lesen. Außerdem wurden Wortschatz und das Erkennen von Textzusammenhängen trainiert.

ddp/bdw ? Ilka Lehnen-Beyel
Anzeige
Anzeige

bild der wissenschaft | Aktuelles Heft

Anzeige

Dossiers

Aktueller Buchtipp

Sonderpublikation in Zusammenarbeit  mit der Baden-Württemberg Stiftung
Jetzt ist morgen
Wie Forscher aus dem Südwesten die digitale Zukunft gestalten

Wissenschaftslexikon

End|la|ger|stät|te  〈f. 19〉 Örtlichkeit, Deponie für eine endgültige Lagerung, bes. von atomaren Abfällen; Sy Endlager ... mehr

Ap|sis  〈f.; –, –si|den〉 Altarnische, äußerstes Ende des Chors; oV Apside ( ... mehr

Oli|go|pha|gie  〈f. 19; unz.; Biol.〉 auf (nur) einige Futterpflanzen bzw. Tierarten beschränkte Ernährungsweise; →a. Monophagie ... mehr

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige