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Lieber gut geträumt als schlecht geschlafen

Forschern ist es gelungen, die Gehirnaktivität von Schlafenden im Kernspintomografen genau zu beobachteten und die Wirkung von Stress auf die Nachtruhe zu studieren. Das Ziel sind wirksame Therapien gegen Schlafstörungen.

Wie Stress den Schlaf verändert, studierten Wissenschaftler des Münchner Max-Planck-Instituts für Psychiatrie, indem sie Probanden vor dem Schlaf in eine Prüfungssituation versetzten. Ergebnis: Das Schlafmuster zeigte depressionsartige Veränderungen. Allgemein gilt, dass psychische Erkrankungen einen starken Einfluss auf den Schlaf haben.  Depressionen lassen sich schon Wochen vor dem Ausbruch im Gehirnscan erkennen. Schlaflosigkeit, schlechte Stimmung und sinkende Leistungsfähigkeit bilden oft einen Teufelskreis, und ehrgeizige Menschen leiden besonders oft unter Schlafstörungen, schreibt bdw-Autor Tobias Hürter im Juni-Heft von bild der wissenschaft.

Albträume entschärfen

Kaum zu glauben: Wissenschaftlern ist es gelungen, Trauminhalte aus den Gehirnen Schlafender per Kernspintomogramm zu lesen. Eindrucksvoll sind sogenannte Klarträume, bei denen dem Schläfer bewusst ist, dass er träumt. Er kann diese Träume sogar in eine bestimmte Richtung lenken – ein wirksames Mittel, um Albträumen ihren Schrecken zu nehmen. Wie sich Klarträumen lernen lässt, verrät Stefan Klein, freier Schriftsteller und Bestsellerautor in seinem bdw-Beitrag.

Schlafstörungen können verschiedene Ursachen haben – außer einer genetischen Veranlagung spielen auch Schichtarbeit und Alkohol eine Rolle. Wie sich die nächtliche Qual beseitigen lässt, davon berichtet der Arzt Ingo Fietze von der Berliner Charité im Interview. Dabei gibt er überraschende Tipps – so empfiehlt er manchen Patienten, im Schlafzimmer den Fernseher laufen zu lassen. Mehr zum Thema Schlaf lesen Sie in der aktuellen Titelgeschichte von bild der wissenschaft.

 

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Unser Buchtipp zum Titelthema:

Ausschlafen ist gesund

Sommerzeit, Schichtarbeit, zu früher Schulbeginn – wir leben gegen unsere innere Uhr, bemängelt der Wissenschaftsjournalist Peter Spork. In seinem Buch „Wake up“ entwirft er einen überzeugenden 8-Punkte-Plan, wie sich Depressionen, Übergewicht und Diabetes durch Schlafmangel vermeiden lassen.

Peter Spork, Wake Up! , Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft, Hanser 2014, € 18,90

 

 

 

Unser neues Heft „Besser schlafen!“ ist ab Dienstag, 24. Mai 2016, im Handel erhältlich.

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Wissenschaftslexikon

Me|tall|dampf|lam|pe  〈f. 19〉 Gasentladungslampe, die ein leicht verdampfendes Metall (Quecksilber o. Ä.) enthält

Test|per|son  〈f. 20〉 Person, mit der od. an der ein Test durchgeführt wird

Forst|re|fe|ren|dar  〈m. 1〉 Forstwirt nach wissenschaftl. Ausbildung im höheren Dienst

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