Luft in Verkehrsflugzeugen besser als ihr Ruf - wissenschaft.de
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Luft in Verkehrsflugzeugen besser als ihr Ruf

Die Atemluft an Bord von Verkehrsflugzeugen ist besser als ihr Ruf: Krankheitserreger werden offenbar durch die Belüftungsanlagen, die verbrauchte Luft einsaugen, filtern und wieder in die Kabine einblasen, wirkungsvoll zurückgehalten und nicht etwa unter den Passagieren verteilt, wie viele Reisende befürchten. Das geht aus einer im Fachmagazin JAMA (Ausgabe vom 24. Juli) veröffentlichten Studie der Universität Kalifornien in San Francisco hervor.

Die Mediziner um John Balmer hatten die Erkältungsrate von Passagieren verglichen, die in unterschiedlichen Flugzeugtypen reisten: Die eine Gruppe flog mit Maschinen, die ausschließlich mit Frischluft versorgt werden, die andere war jedoch in Flugzeugen mit einem zirkulierenden Belüftungssystem mit einer Filteranlage unterwegs. In beiden Gruppen hatte eine Woche nach dem Flug jeder Fünfte einen Schnupfen bekommen.

Nicht die Belüftung des Flugzeugs sei für diese große Zahl von Erkrankungen verantwortlich, schließen die Forscher aus diesem Vergleich. Andere Faktoren wie die Zeitverschiebung beim Fliegen, die körperliche Belastung durch den Klimawechsel oder die körperliche Nähe zwischen den Passagieren während des Fluges seien vielmehr die Ursache. Balmes empfiehlt daher, sich auf Flügen häufig die Hände zu waschen und Berührungen der Nase zu vermeiden.

Aus Gründen der Treibstoffersparnis werden heute bei vielen für kürzere Strecken gebauten Maschinen Belüftungsanlagen eingesetzt, in denen ein Teil der verbrauchten Luft wieder eingeblasen wird. Bei Langstreckenflügen überwiegen Belüftungsanlagen mit kompletter Frischluftzufuhr.

ddp/bdw ? Ulrich Dewald
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